Weser-Kurier: Moritz Döbler über die Mahnmal-Debatte in Bremen
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geplante Mahnmal die Diskussion. Jetzt soll es an der Bremer
Schlachte auf der Höhe der Teerhofbrücke entstehen. Die Nerven in
Politik und Wirtschaft lagen zwischenzeitlich blank. Einigkeit
herrschte zwar, dass ein Mahnmal entstehen soll, um an die
systematische Enteignung von Juden während der NS-Zeit zu erinnern -
und vor allem an die unrühmliche Rolle, die Spediteure dabei
spielten. Aber wohin damit? Die Initiatoren wollten es unbedingt bei
Kühne + Nagel angesiedelt sehen. Unterstützung hatten sie von der
Grünen bekommen, die dafür sogar einen Streit mit dem
Koalitionspartner SPD riskierten. Denn dort hatte man sich mit Kühne
+ Nagel und anderen Vertretern der Wirtschaft abgestimmt und einige
dezentrale Kompromissvarianten gefunden. Glücklich war aber niemand
mit dem Stand der Debatte. Das ändert sich jetzt hoffentlich. Die
Teerhofbrücke ist ideal: im Herzen der Handelsstadt Bremen, unweit
von Kühne + Nagel und vor allem an einem Ort, an dem viele Menschen
flanieren und das Mahnmal wahrnehmen. Die Schlachte wird damit nicht
ihren Charakter ändern.
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Datum: 28.03.2017 - 20:36 Uhr
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