Kommunale Pflegeverantwortung darf keine Pflegeverhinderung werden / bpa sieht Nachteile für Pflege

Kommunale Pflegeverantwortung darf keine Pflegeverhinderung werden / bpa sieht Nachteile für Pflegebedürftige, wenn Kommunen künftig Angebote steuern wollen

ID: 1474846
(ots) - "Wir versorgen die Menschen in Baden-Württemberg
nicht im luftleeren Raum, sondern mitten in der Nachbarschaft. Damit
leben wir privaten Träger bereits das, was der Gesetzgeber mit dem
dritten Pflegestärkungsgesetz fördern möchte." Der
baden-württembergische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater
Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Rainer Wiesner hat auf der
Mitgliederversammlung des Verbandes in Esslingen die Bedeutung von
guter Zusammenarbeit in den Kommunen betont. Er warnte gleichzeitig
davor, den kommunalen Behörden künftig eine Steuerung der
Pflegeangebote zuzugestehen.

"Unsere Mitgliedsunternehmen wissen genau, welche pflegerischen
Versorgungsformen von den Betroffenen und ihren Familien gebraucht
werden. Wenn die Kommunen in Baden-Württemberg mit dem
Pflegestärkungsgesetz die Verantwortung für die Organisation der
Pflege vor Ort bekommen, bedeutet das eine Verpflichtung, eine breite
Landschaft unterschiedlicher Angebote zu ermöglichen und nicht Pflege
zu verhindern", betonte Wiesner. Private Träger müssten an einem
fairen Wettbewerb beteiligt werden. "Wir sind ein verlässlicher
Partner im System und tragen einen großen Anteil an der Pflege in
Baden-Württemberg. Auf diese wichtige Säule der Versorgung sollen
sich Pflegebedürftige auch künftig verlassen können."

Als Gastrednerin nannte die Staatssekretärin im Ministerium für
Soziales und Integration Baden-Württemberg Bärbl Mielich die stärkere
Rolle der Kommunen bei der Organisation der Pflege "politisch
richtig". Sie hoffe, dass die Kommunen auch weiterhin eine hohe
Bereitschaft zeigten, aktiv zu werden und Verantwortung zu
übernehmen. "Die privaten Träger sind für uns ein ganz wichtiger
Partner, wenn es darum geht, neue Wege zu gehen und das Leben älterer
Menschen zu gestalten. Ich rufe Sie auf, sich vor Ort zu beteiligen


und in Ihrer Kommune Strukturen zu schaffen", sagte die
Staatssekretärin an die Adresse der mehr als 1.000
bpa-Mitgliedsunternehmen im Land.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
1.000 in Baden-Württemberg) die größte Interessenvertretung privater
Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
290.000 Arbeitsplätze und circa 22.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 23 Milliarden Euro.



Pressekontakt:
Für Rückfragen: Stefan Kraft, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 0711/960 49 60, www.bpa.de

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Datum: 31.03.2017 - 15:19 Uhr
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