Westfalen-Blatt: Vor 40 Jahren ermordete die RAF Siegfried Buback - Sohn glaubt nicht mehr an Aufklärung des Attentats
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von der Rote-Armee-Fraktion (RAF) ermordeten Generalbundesanwalts
Siegfried Buback, glaubt nicht mehr an die Aufklärung des Attentats
auf seinen Vater.
"Von den drei Personen, die aufgrund der einstimmig von der RAF
beschlossenen Aufgaben als Karlsruher Tatkommando anzusehen sind,
dürfen Günter Sonnenberg und Verena Becker nicht mehr als Mittäter
angeklagt werden. Falls auch noch das Verfahren gegen Stefan
Wisniewski, wie es die Bundesanwaltschaft will, endgültig eingestellt
wird, sehe ich keine Person mehr, die als unmittelbarer Karlsruher
Mittäter in Betracht kommt. Dann steht auch kein offizieller
juristischer Weg mehr offen. Das müssen wir Angehörige hinnehmen",
sagte Michael Buback (72) dem Bielefelder "Westfalen-Blatt"
(Freitagsausgabe).
Dass der Mörder oder die Mörderin nicht ermittelt werden konnte,
führt Michael Buback auf zwei Gründe zurück: "Die Ermittlungen zum
Attentat werden von zwei schweren Hypotheken belastet, der Tatsache,
dass es eine Kooperation zumindest zwischen einer in das Karlsruher
Attentat involvierten Terroristin (Verena Becker) und dem
Geheimdienst gab, die nicht publik werden sollte, und dem Umstand,
dass es wenigstens - gegen Knut Folkerts - ein fehlerhaftes Urteil
gab, indem er als Karlsruher Mittäter zu Lebenslänglich verurteilt
wurde. Auch dies wird ungern verbreitet."
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Andreas Kolesch
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Datum: 06.04.2017 - 15:30 Uhr
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