Rheinische Post: Neue Vorwürfe gegen Kötter am Flughafen Köln/Bonn
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erneut wegen Vorgängen am Flughafen Köln/Bonn unter Druck. In einem
Brief an den Chef der Kötter-Tochter Airport Security, Klaus
Wedekind, und die Gewerkschaft Verdi erheben Mitarbeiter schwere
Vorwürfe gegen einen Vorgesetzten. In dem Schreiben, das der in
Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe)
vorliegt, wird einem Betriebsleiter Korruption unterstellt. Zudem
sollen Mitarbeiter, die längere Zeit krank waren, von ihm nach ihrer
Rückkehr unter Druck gesetzt worden sein, einen Vertrag mit weniger
Arbeitsstunden zu unterschreiben. Einer Mitarbeiterin, die sich
weigerte, soll der Mann die Bürotür versperrt haben. Erst als diese
drohte, die Polizei zu rufen und darauf verwies, dass es sich um
Freiheitsberaubung handele, habe er die Frau gehen lassen, heißt es
in dem Brief. Auch bestehe der Mann darauf, dass Beschäftigte ihm
teure Süßigkeiten - mindestens ein bis zwei Kilogramm türkisches
Baklava - zur Verfügung stellen, um eine Entfristung ihres Vertrages
zu bekommen. "Dienständerungen oder Urlaube werden erst nach
Bestechung seitens Herrn D. genehmigt", heißt es weiter.
Ein Kötter-Sprecher erklärte: "Geschäftsführung und Betriebsrat
der Kötter Airport Security GmbH weisen die Vorwürfe gemeinsam
zurück. Sie entbehren jeder Grundlage." Verdi erklärte dagegen, den
Vorwürfen nachzugehen, und leitete den Brief an das
Flughafen-Management und das NRW-Verkehrsministerium weiter. "Wir
haben die Firma Kötter um umgehende, umfängliche Aufklärung des
Sachverhalts und um Mitteilung der Prüfergebnisse gebeten und die
Aufsichtsbehörde davon in Kenntnis gesetzt", sagte ein
Flughafen-Sprecher.
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Datum: 07.04.2017 - 04:00 Uhr
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