neues deutschland:Über den endlich erschienenen Armuts- und Reichtumsbericht
ID: 1479889
Bundesregierung soll laut Bundestagsbeschluss »in der Mitte« der
Legislaturperiode erscheinen. Dass es nun deren Ende geworden ist,
ist dem Gezerre und Gewürge zu verdanken, das um ihn veranstaltet
wurde. Das Resultat ist im Inhalt alarmierend und in der Darreichung
erbärmlich: Wo eine Binsenweisheit wie diejenige verdünnt werden
muss, dass Reiche mehr Einfluss haben als Arme, wundert es niemand,
dass eine etwas komplexere Erkenntnis nicht wahr sein darf:
Gerechtere Verteilung schafft Wachstum, weil Kleinverdiener ihr Geld
ausgeben, statt es an die Börse zu tragen oder in Steuerparadiesen zu
horten. Fast staunt man, dass kein Weg gefunden wurde, ein weiteres
Faktum wegzueditieren: dass die unteren 40 Prozent seit 20 Jahren an
Kaufkraft verlieren, während Gutverdiener und Vermögende profitieren.
Das Gehabe der Regierung um diesen Bericht ist dermaßen peinlich,
dass ihr selbst der »Focus« am Tag seines Erscheinens einen Kommentar
des linken Armutsforschers Christoph Butterwegge um die Ohren haut.
Viel mehr ist dazu kaum zu sagen - außer vielleicht Folgendes: Es mag
sein, dass die SPD mit dem Mindestlohn die Spaltung nun ein wenig
gebremst hat. Doch das Entstehen eines breiten Niedriglohnsektors bei
zeitgleicher Eskalation privaten Reichtums war keine Nebenwirkung
einstiger sozialdemokratischer Regierungspolitik, sondern deren mehr
oder minder offen erklärtes Ziel.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.04.2017 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1479889
Anzahl Zeichen: 1780
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 247 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland:Über den endlich erschienenen Armuts- und Reichtumsbericht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
RNZ: Kommentar/Jahrbuch Sucht/Medikamentenmissbrauch ...
Die eigentliche Gefahr lauert bei frei verkäuflichen Pillen, die Patienten hinter dem Rücken ihres Arztes schlucken. Dagegen hilft kein Medikamentenplan. Sondern nur Aufklärung - darüber, was so manche Chemiekeule aus der Apotheke anzurichten vermag. Die Pharmaindustrie wird davon nicht bege
Mittelbayerische Zeitung: Mittelbayerische Zeitung zu "Studentenmieten": ...
Studentische Wohnungen sind ein lukratives Geschäft - allerdings nur für die Bauträger. Sie entdecken diesen Markt zunehmend für sich. Studierende stoßen durch hohe Mieten dagegen an ihre finanziellen Belastungsgrenzen. Das muss sich ändern. Dass private Investoren den Markt ausschöpfen, i
Mittelbayerische Zeitung: Mittelbayerische Zeitung zur CDU: ...
Ihr müsst mir helfen! So bat die gerade mit 89,5 Prozent wiedergewählte CDU-Vorsitzende auf dem Essener Parteitag im Dezember. Da war von der Euphorie um den SPD-Herausforderer Martin Schulz knapp zwei Monate später noch nichts zu ahnen. Mit der Bitte um Unterstützung der eigenen Partei, eigen
Südwest Presse: Kommentar über CDU-Wahlkampfleiter Peter Altmaier ...
Die Kritik der parteipolitischen Konkurrenz an der Ernennung Peter Altmaiers zum Chefprogrammierer des CDU-Wahlkampfs ist durchaus nachvollziehbar. Im Kanzleramt soll der Vertraute Angela Merkels die Arbeit der Koalitionspartner, der Bundesministerien und nicht zuletzt der Geheimdienste koordinie




