Mitteldeutsche Zeitung: Zeckengefahr steigt - doppelt soviele Erkrankungen im Land
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Zecken übertragenen Borreliose-Erkrankungen ist bereits jetzt mehr
als doppelt so hoch wie im vergangenen Jahr um diese Zeit. Das
berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung
(Montagausgabe) mit Verweis auf Zahlen des Landesamtes für
Verbraucherschutz.
Allein in den ersten dreieinhalb Monaten dieses Jahres haben die
Parasiten demnach bei 56 Menschen in Sachsen-Anhalt die Borreliose
ausgelöst. Laut Landesamt war das im Vergleichszeitraum des Vorjahres
nur bei 23 Patienten der Fall.
Setzt sich der Trend fort, bleibt es nicht wie 2016 bei nur 512
registrierten Erkrankungen bleiben. Unter Umständen müsste dann
landesweit mit 1 000 und mehr Behandlungsfällen gerechnet werden.
Hanna Oppermann vom Landesamt für Verbraucherschutz rechnet auch
mit einer beachtlichen Dunkelziffer. "Tatsächlich muss von einer
höheren Zahl von Borreliose-Fällen ausgegangen werden, da in
Sachsen-Anhalt nur die laborbestätigten Fälle gemeldet werden", sagte
sie der Zeitung.
Borreliose ist ein komplexes Krankheitsbild, benannt nach seinen
Erregern. Borrelien sind Bakterien, die unerkannt schwerste und
langwierige Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Organschäden
hervorrufen. Als erste Anzeichen gelten Müdigkeit, Kopfschmerzen,
Fieber, Nackensteifigkeit, Sehbeschwerden, Schwindel, Übelkeit und
Erbrechen. Nur im Frühstadium kann die Krankheit noch gut mit
Antibiotika behandelt werden.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
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Datum: 24.04.2017 - 02:00 Uhr
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