Allg. Zeitung Mainz: Unverbrüchlich / Kommentar zu Israel / Von Reinhard Breidenbach
ID: 1483632
sensationellen Entscheidung, nicht Kanzlerkandidat zu werden, im
Außenministeramt ausgezeichnet präsentiert. Daran ändert sich auch
jetzt kein Jota. Gabriel weiß sehr gut, worum es in der Historie
Deutschlands und Israels geht. Sein Vater war Zeit seines Lebens
überzeugter Nazi, der Großvater mütterlicherseits von Gabriels
ältester Tochter war Jude und verlor seine Eltern in Auschwitz. Was
die deutsch-israelischen Beziehungen angeht, so gilt noch immer das,
was Theodor Heuss, der erste deutsche Bundespräsident, 1952 im
einstigen KZ Bergen-Belsen formulierte: Es gibt keine kollektive
Schuld der Deutschen, aber eine kollektive Scham. Die Solidarität
Deutschlands gegenüber Israel ist unverbrüchlich und uneingeschränkt.
Was keinesfalls bedeutet, dass sich Deutschland nicht kritisch zu
politischen Entscheidungen Israels äußern dürfte. Das geschieht nicht
eben selten. Erst im Februar hat Kanzlerin Merkel klar zu erkennen
gegeben, dass sie die israelische Siedlungspolitik kritisch sieht.
Deutsche Regierungen vertreten seit langem die - richtige -
Auffassung, dass eine Zwei-Staaten-Lösung die größte Chance für
Frieden bedeuten würde. Nicht zuletzt: Deutschland war, wenn auch
nicht spektakulär, am vorläufigen Kompromiss im Atomstreit mit dem
Iran beteiligt. All das muss jemanden wie Israels Ministerpräsidenten
Netanjahu umtreiben. Er ist ein Hardliner, und ihm sitzen andere, die
noch schärfere Hardliner sind, im Nacken. Deshalb darf ein Eklat wie
im Fall Gabriel nicht allzu hoch gehängt werden. Zudem ist nie zu
vergessen: Noch immer gibt es Staaten, die Israel das Existenzrecht
absprechen. Das erklärt vieles.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Wolfgang Bürkle
Newsmanager
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de
Original-Content von: Allgemeine Zeitung Mainz, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.04.2017 - 19:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1483632
Anzahl Zeichen: 2105
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 271 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allg. Zeitung Mainz: Unverbrüchlich / Kommentar zu Israel / Von Reinhard Breidenbach"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Allgemeine Zeitung Mainz (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte hält einen Austritt der FDP aus der Berliner Ampelkoalition für möglich. "Die Ergebnisse der FDP bei den vergangenen Landtagswahlen befinden sich im kaum noch messbaren Bereich", sagt Korte im neuen Podcast der VRM "Korte &
Es bleibt ein Störgefühl / Kommentar von Jens Kleindienst zum Karlsruher AfD-Urteil ...
Als demokratisch gewählter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag "bei der Gestaltung seiner inneren Organisation und des Geschäftsgangs ein weiter Spielraum zu". So hat es das Bundesverfassungsgericht jetzt bekräftigt - und sich damit selbst große Zurückhaltung auferlegt. Einzige
Wir brauchen eine Vision für unser Land / Kommentar von Dennis Rink zum Zustand Deutschlands ...
Wohin führt unsere Reise? Befindet sich Deutschland wirklich im Sinkflug? Und was bedeutet das für uns? Umfragen bestätigen regelmäßig, dass wir Deutsche uns diese Frage immer häufiger stellen - und dass wir Sorgen haben. Können wir hier noch sicher leben? Bleibt die Demokratie die sattelfest
Weitere Mitteilungen von Allgemeine Zeitung Mainz
Mitteldeutsche Zeitung: zu Gabriel und Israel ...
Was bei vielen Auslandsbesuchen deutscher Politiker zur Gepflogenheit geworden ist, nämlich auch die jeweilige Zivilgesellschaft anzuhören, sollte im meinungsvielfältigen Israel, der einzigen Demokratie im Nahen Osten, nicht weniger selbstverständlich sein. Wer bei Reisen nach Ägypten, Russ
Mitteldeutsche Zeitung: zum neuen Personalausweis und Datenschutz ...
Natürlich wollen alle, dass die Sicherheitsbehörden effektiv arbeiten können. Aber was ist der Preis, den die Republik dafür zu zahlen bereit ist? Oder ist der Preis egal? Dass neben der Polizei auch die Geheimdienste ohne Kenntnis von Betroffenen auf Fotos zugreifen können, wäre ein ho
Mitteldeutsche Zeitung: zu Abgasskandal ...
Der Skandal um manipulierte Abgaswerte von Diesel-Fahrzeugen ist in Wahrheit nicht nur eine Causa Volkswagen. Es geht um das ganze Geflecht von Herstellern, Politik und Behörden, um die Kultur des Wegschauens und um falsche Rücksichtnahmen. Die Dinge haben sich im Laufe der Jahrzehnte in eine f
Frankfurter Rundschau: Zu hoher Preis für Sicherheit ...
Natürlich wollen alle, dass die Sicherheitsbehörden effektiv arbeiten können. Aber was ist der Preis, den die Republik dafür zu zahlen bereit ist? Oder ist der Preis egal? Dass neben der Polizei auch die Nachrichtendienste voraussetzungslos auf Lichtbilder zugreifen können sollen, ohne Kenntn




