Katja Kipping (Die Linke): "Wir streiten für unsere Ziele mit aller Energie, sei es als Opposition oder als Regierung"
ID: 1498543
möchte sich im Wahlkampf alle Möglichkeiten offen halten. "Die
Zeiten, in denen man einen reinen Oppositions- oder einen reinen
Regierungswahlkampf macht, sind vorbei. Ich habe dafür geworben, dass
wir einen eigenständigen Wahlkampf führen, wo wir unsere Inhalte in
den Mittelpunkt stellen. Wir streiten für unsere Ziele mit aller
Energie, sei es als Opposition oder in einer möglichen
Mitte-Links-Regierung", sagte sie beim Bundesparteitag in Hannover im
phoenix-Interview. Für die Linke gehe es nicht ums Regieren als
Selbstzweck: "Wir wollen das Land verändern und die Situation für die
Menschen da draußen deutlich verbessern. Und da muss man sich fragen,
in welcher Konstellation man mehr bewirken kann."
Die Linken möchten die Mittelschicht besserstellen, alle vor Armut
schützen und fordern zudem einen klaren Kurswechsel in der
Außenpolitik hin zur Abrüstung. "Die Methode, mit mehr
Rüstungsexporten die Welt sicherer zu machen, ist doch objektiv
gescheitert. Es wäre doch mal an der Zeit, den anderen Weg
auszuprobieren", glaubt Kipping. Mit Blick auf die Grünen und die SPD
sagte die Parteivorsitzende: "Wenn man bezahlbares Wohnen will, muss
man sich mit Mietspekulanten anlegen und Millionäre stärker zur Kasse
bitten. Grüne und SPD müssen entscheiden, ob sie bereit sind, sich
mit solchen mächtigen Gegnern anzulegen. Ich finde, es wäre es wert.
Denn wenn die Mitte besser gestellt ist und alle vor Armut geschützt
sind, wird das Leben hierzulande besser."
Die Bemühungen um mehr Gerechtigkeit seien in ihrer Partei nicht
bloß ein Label, sondern konkret ablesbar. "Wir wollen mit unserer
solidarischen Gesundheitsversicherung und unserem
Einkommensteuermodell bewirken, dass eine Facharbeiterin mit 3400
Euro brutto im Monat 200 Euro mehr in der Tasche hat. Wir wollen,
dass kein Erwachsener unter 1050 Euro im Monat fällt und wir wollen
eine Kindergrundsicherung, damit alle Kinder und Jugendlichen vor
Kinderarmut geschützt sind. Das sind ganz konkrete Zahlen, an denen
man uns messen kann." Finanziert werden sollen diese Ziele unter
anderem durch einen erhöhten Spitzensteuersatz. "Unser Modell sieht
vor, dass alle unter 7100 Euro brutto im Monat und alleinstehend
entlastet werden, darüber zahlt man dann mehr Steuern. Auch
Bundestagsabgeordnete müssen bei uns höhere Einkommensteuern
bezahlen, aber ich finde, das verkraften die auch."
Pressekontakt:
phoenix-Kommunikation
Pressestelle
Telefon: 0228 / 9584 192
Fax: 0228 / 9584 198
presse@phoenix.de
presse.phoenix.de
Original-Content von: PHOENIX, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.06.2017 - 14:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1498543
Anzahl Zeichen: 2969
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 597 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Katja Kipping (Die Linke): "Wir streiten für unsere Ziele mit aller Energie, sei es als Opposition oder als Regierung""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
PHOENIX (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Alice Weidel, die wiedergewählte Vorsitzende der AfD, hat sich beim Parteitag in Erfurt im phoenix-Interview zu einer möglichen Zusammenarbeit mit der CDU geäußert. Diese sei für sie nur möglich, "wenn wir Reformmaßnahmen umsetzen können, die es besser machen. Aber ich muss Ihnen auch s
AfD-Vorsitzender Tino Chrupalla: Nach erfolgreichen Landtagswahlen in Ostdeutschland soll Verfassungsschutz keine politischen Parteien mehr beobachten ...
Der wiedergewählte AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla hat bei erfolgreichem Abschneiden seiner Partei in den ostdeutschen Bundesländern in Aussicht gestellt, dass es zu gravierenden Änderungen bei der Arbeit der jeweiligen Verfassungsschutzämter kommen könnte. "Wir werden dafür sorgen, dass p
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund schließt Koalition mit CDU aus ...
Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September, hat eine Koalition mit der CDU erneut ausgeschlossen. "Ich kann ja Deutschland nicht mit denjenigen retten, die es jetzt 20, 30 Jahre lang sehenden Auges gegen die Wand gefahren haben, in allen Bereich
Weitere Mitteilungen von PHOENIX
Auch Linken-Fraktionschef Bartsch will Mitte-Links-Koalition: "Nur wer die Linke wählt, bekommt nicht Merkel als Kanzlerin" ...
Auch der Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, hat sich für ein Bündnis von Linken, SPD und Grünen nach der Bundestagswahl im Herbst ausgesprochen. "Ich wünsche mir eine Mitte-Links-Koalition. Wir können Opposition, das haben wir viele Jahre bewiesen. Wir wollen j
Badische Zeitung: Die Linke auf dem Parteitag / Aufgestellt für die Opposition Kommentar von Thomas Fricker ...
Sahra Wagenknecht etwa, immerhin Fraktionschefin und Co-Spitzenkandidatin der Linken, will lieber "gute Opposition als schlechte Regierungsarbeit". Wie es aussieht, erfüllt ihr die Partei diesen Wunsch, indem sie ein Wahlprogramm verabschiedet, das auch noch die letzten rot-rot-grün
Weser-Kurier: Norbert Holstüber die Linke ...
Regieren oder Oppositionskurs? Auf ihrem Bundesparteitag in Hannover bewegt die Linken einmal mehr die alte Frage. Während Spitzenkandidat Dietmar Bartsch für einen Politikwechsel in Deutschland wirbt, hält Co-Kandidatin Sahra Wagenknecht das rot-rot-grüne Projekt bereits für tot. Und die L
neues deutschland: Bundesgeschäftsführer: "LINKE will 10 Prozent plus X" ...
Der Bundesgeschäftsführer der LINKEN, Matthias Höhn, glaubt, dass seine Partei bis zur Bundestagswahl noch zulegen wird. "Wir wollen zehn Prozent plus X der Wählerstimmen erhalten, unseren Platz als drittstärkste politische Kraft behaupten und die vier Direktmandate in Berlin verteidig




