Westfalen-Blatt: zum Bundeswehrstandort Augustdorf
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Ein Bundeswehrstandort ist immer auch ein Wirtschaftsfaktor. Deshalb
dürfen sich die Anrainerkommunen der
Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf zu Recht über das
mit Investitionen in Millionenhöhe verbundene Bekenntnis von
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zum Standort
freuen. Dadurch werden Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen.
Sicherung und Ausbau des Standortes sind für die Menschen in der
Region wichtiger als die Diskussion über den Namen der Kaserne.
»Wüstenfuchs« Erwin Rommel, einst einer von Hitlers
Lieblingsgenerälen, ging später auf Distanz zum »Führer« - ein
wirklicher Widerstandskämpfer war er aber nicht. Weil die Kaserne
weiter nach ihm benannt bleiben soll, werden die Diskussionen wohl
weitergehen. Sicher spräche nichts dagegen, das Militärlager
»Lipperland-Kaserne« zu nennen. Die Brigade dort heißt ja schon so.
Eine Umbenennung würde die Zahl der Rechtsextremisten in der Truppe
aber nicht automatisch verringern. Gegen falsche Traditionalisten
hilft keine Nomenklatur, sondern nur strenges Durchgreifen.
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Westfalen-Blatt
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Datum: 11.06.2017 - 21:00 Uhr
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