Ökoradar hat Russland auf dem Schirm
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Nach dem Besuch des russischen Forschungsministers Andrej Fursenko am Stand von "Ökoradar" auf der Hannover-Messe steht das Projekt vor dem Durchbruch auf dem russischen Markt. Der Minister, der zusammen mit seiner deutschen Amtskollegin Edelgard Bulmahn am 12. April 2004 den Stand besucht hatte, kündigte eine umfangreiche Kooperation an. Hintergrund ist eine zwischen Bulmahn und Fursenko im Februar 2005 abgeschlossene strategische Partnerschaft für Bildung und Forschung.
"Da das Portal in Deutschland mittlerweile hervorragend angenommen wird, lag es nahe, es zu exportieren", sagte Prof. Dr. Werner F. Schulz, der das "Deutsche Kompetenzzentrum für nachhaltiges Wirtschaften" (dknw) an der Universität Witten/Herdecke leitet. Nach Russland und Südamerika werde man künftig auch nach Italien, Indien, Brasilien und China expandieren. Erst im September 2004 war eine Kooperation mit Brasilien besiegelt worden: "Interessierte Unternehmen, die Kosten senken wollen oder neue Absatzmärkte erschliessen wollen, können sich bei uns melden", sagte Schulz. Mittlerweile erreicht das Portal 150.000 Hits im Monat, Tendenz steigend.
Ökoradar-Geschäftsführer Martin Kreeb begründete den Schritt nach Russland inhaltlich: Es gebe viele strukturelle Gemeinsamkeiten von KMU in Russland und Deutschland. Hier wie dort fehlten Know-how sowie die finanziellen und personellen Ressourcen zur Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten.
Wie gewinnt man kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für den Umweltschutz? Wie behält man im dichten Gewirr der Verordnungen den Überblick über relevantes Wissen? Fragen, auf die das vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderte Online-Portal Ökoradar des dknw unter Regie von Prof. Dr. Werner F. Schulz bereits seit vier Jahren Antworten gibt. Das einzigartige Internet-Angebot wurde zusammen mit der Universität Hohenheim, 50 Unternehmen sowie 25 Fachexperten aufgebaut und umfasst inzwischen 3500 Web-Seiten, gefüllt mit fachlich strukturiertem Wissen rund um die Themen Umwelt & Nachhaltigkeit für die Wirtschaft.
Infos: Martin Kreeb, Tel.: 02302/926-505, Email: martin.kreeb@uni-wh.de,
www.oekoradar.de
www.russia.ecoradar.com
www.fona.de
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Datum: 19.04.2005 - 09:32 Uhr
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