Deutsche Umwelthilfe: G20 müssen Zeichen gegen den Klimakollaps setzen

Deutsche Umwelthilfe: G20 müssen Zeichen gegen den Klimakollaps setzen

ID: 1507624
(ots) - DUH fordert Staats- und Regierungschefs auf,
Grundstein für nationale CO2-Klimaabgaben zusätzlich zu
Emissionshandelssystemen zu legen - Wirksame nationale
Klimaschutzgesetze bis 2020 in allen G20 implementieren -
Investitionen und Subventionen in fossile Energien müssen beendet
werden - Erneuerbare sind günstigste aller Energieformen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die Staats- und
Regierungschefs des G20-Gipfels auf, umgehend konkrete Schritte für
mehr Klimaschutz einzuleiten. Derzeit ist kein G20-Staat auf einem
Emissionspfad, der das Klimaziel von Paris ermöglichen würde. Dabei
stehen die G20 weltweit für 77 Prozent des Endenergieverbrauchs und
verursachen 80 Prozent der CO2-Emissionen. Sie tragen damit
maßgeblich zum Klimakollaps bei. Die DUH fordert, dass ergänzend zu
bestehenden Emissionshandelssystemen (ETS) eine wirksame Bepreisung
für den Ausstoß von CO2 eingeführt wird.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Die
G20 müssen sich in ihrer Abschlusserklärung zum Klimaschutz bekennen
und für die Nutzung von Energie einen CO2-Preis anstreben, der die
Klimawirkung des Treibhausgases beziffert. Dieser Ansatz muss
gemeinsam mit den anderen Partnern der G20 weiterentwickelt werden."

Nationale Klimaschutzgesetze adressieren CO2-Emissionen, die nicht
von ETS abgedeckt sind und sind somit ein wichtiges Instrument für
den Klimaschutz. "In den Bereichen Mobilität, Wärmenutzung und
Energieeffizienz existieren große CO2-Vermeidungspotenziale, die
jedoch nicht ausgeschöpft werden. Es fehlen häufig verbindliche
Reduktionsziele und entsprechende Maßnahmen. Diese müssen in den
nationalen Klimaschutzgesetzen aller G20-Länder verankert werden.
Jeder G20-Staat kann in seinem Rahmen den Klimaschutz voranbringen,
ohne auf gemeinsame Entscheidungen warten zu müssen. Für Deutschland


hat die DUH 85 konkrete Vorschläge entwickelt", sagt Peter Ahmels,
DUH-Leiter Energie und Klimaschutz. Die Vorschläge sind
zusammengefasst im Positionspapier "Die nächsten Schritte der
Energiewende": http://l.duh.de/p170705.

Investitionen in fossile Energien haben eine Nutzungsdauer von 30
bis 50 Jahren und sind angesichts der Pariser Klimaziele nicht länger
vertretbar. Sie verzögern darüber hinaus, dass erneuerbare Energien
günstiger werden. Förderbanken sollten deshalb keine Kredite mehr für
fossile Investitionen bereitstellen.

Zudem sind Subventionen für umweltschädliche Energie abzuschaffen.
Dazu gehört auch die Befreiung der Kohlegewinnung von jeglichen
Umwelt-Folgekosten wie Gesundheits- und Klimafolgekosten. 2014
flossen in den G20-Staaten über 230 Milliarden US-Dollar an
Subventionen in Kohle, Öl und Gas. In Deutschland ist laut
Internationalem Währungsfond IWF die Kohleindustrie 2015 mit 49
Milliarden Euro subventioniert worden. "Diese Subventionen verhindern
weltweit den Vormarsch der erneuerbaren Energien, die es - inklusiver
aller Umweltfolgekosten - mittlerweile zu den günstigsten aller
Energieformen gebracht haben", so Müller-Kraenner weiter.

Links:
Positionspapier: Die nächsten Schritte der Energiewende:
http://l.duh.de/p170705



Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

Peter Ahmels, Leiter Energie und Klimaschutz
0151-16225863, ahmels@duh.de

DUH-Pressestelle:
Andrea Kuper, Ann-Kathrin Marggraf
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe

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Datum: 05.07.2017 - 11:01 Uhr
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