Mittelbayerische Zeitung: Zu schwammig / Kommentar zu Acrylamid in Lebensmitteln
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Spekulatius? Schon seit Jahren wird diese Debatte geführt. In einem
sind sich die Forscher einig: Acrylamid in Lebensmitteln kann zu
Krebs und Erbgutveränderungen führen. Deshalb ist es wichtig und
richtig, dass die EU-Kommission nun Maßnahmen ergreift. Doch die
Verordnung hat mehrere Schwachstellen. Sie ist schwammig formuliert
und lässt einiges offen. Welche Strafen drohen bei Verstößen? Ab
welcher Größe müssen Gastronomiebetriebe die geforderten Fritteusen
einsetzen? Der europäische Verbraucherverband BEUC vermisst zu Recht
verbindliche Obergrenzen für Acrylamid. Die EU-Kommission ist auf dem
richtigen Weg. Sie sollte ihren Vorschlag allerdings nochmals
überarbeiten. Klar ist auch, dass nicht die Gaststätten, sondern die
Verbraucher selbst in der Hand haben, wie viel Pommes, Kaffee oder
Chips und damit Acrylamid sie konsumieren.
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Datum: 19.07.2017 - 21:09 Uhr
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