neues deutschland: Kommentar zum Dieselgipfel: Vergiftetes Angebot
ID: 1517029
Dieselautos freiwillig nach.« Die von den Agenturen am Mittwoch als
erstes konkretes Ergebnis des Dieselgipfels vermeldete Einigung
zwischen Herstellern und Politik ist nur Beweis für die
Realitätsferne der Autoindustrie. Wozu Dieselfahrzeuge nachrüsten,
wenn die Ära des Verbrennungsmotors zu Ende geht? Warum Geld für
Softwareupdates und Reparaturaktionen ausgeben, statt es in
umweltfreundliche Technologien zu stecken? Und von Freiwilligkeit der
Unternehmen kann angesichts der Lage wohl auch nicht die Rede sein:
Der Marktanteil von Dieselautos sinkt rasant. Wurden im Juli 2016
47,1 Prozent der Neuzulassungen für Dieselautos beantragt, waren es
im Juli 2017 nur noch 40,5 Prozent. Während die Verbraucher also mit
dem Geldbeutel abstimmen, will man es in den Konzernzentralen in
Stuttgart, Wolfsburg, München und Rüsselsheim nicht wahrhaben - auch
die Politik scheut sich vor Maßnahmen, die den Autobauern richtig weh
tun würden. Stattdessen wird ein Dieselgipfel unter Ausschluss von
Verbraucher- und Umweltinteressen geplant, aus Angst vor friedlich
protestierenden Verbänden hastig an einen anderen Ort verlegt und
dort hinter verschlossenen Türen die Lösung ausgekungelt, die der
Industrie am wenigsten schadet. Ein Update ist keine Nachrüstung, das
»Angebot« der Autokonzerne an die Verbraucher vergiftet - ebenso wie
die Luft in den Städten, wenn sich nicht bald etwas Grundlegendes
ändert.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.08.2017 - 17:36 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1517029
Anzahl Zeichen: 1815
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 255 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kommentar zum Dieselgipfel: Vergiftetes Angebot"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Straubinger Tagblatt: Sozialbericht - Die soziale Zeitbombe ...
Das Problem ist: Höhere Sozialabgaben vernichten Jobs. Und zwar etwa 90.000 pro zusätzlichem Prozentpunkt. Dadurch vergrößert sich die Zahl der Leistungsempfänger weiter. Noch haben junge, gut verdienende Arbeitnehmer aus dem europäischen Ausland einen maßgeblichen Anteil daran, dass die f
Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung berichtet in ihrer morgigen Ausgabe über ein Exklusivinterview mit dem Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg, Engelbert Lü ...
Schönefeld (MOZ) In von zwei Nächten im Abstand von 14 Tagen wird kurz vor Inbetriebnahme des BER die komplette Flughafentechnik von Tegel nach Schönefeld transportiert. Die Planungen dafür laufen bereits, sagte BER-Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup im Gespräch mit der Märkischen
Rheinische Post: Ministerpräsident Laschet fordert Umweltprämien von Autoherstellern ...
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) drängt die Autohersteller beim Dieselgipfel, von ihnen finanzierte Umweltprämien für alle Kunden einzuführen, die von alten auf neue Diesel oder E-Autos umsteigen wollen. "Die Industrie ist jetzt gefordert, eigene Lösungen an
neues deutschland: LINKE-Bundestagsabgeordneter Behrens: Dieselgipfel lässt Verbraucherinteressen völlig außen vor ...
Angesichts der einseitigen Zusammensetzung erwartet Herbert Behrens, Obmann der Linksfraktion im Verkehrsausschuss des Bundestages, vom Dieselgipfel in Berlin keine Lösungen der Probleme in der Mobilitätspolitik. "Bei dieser Konferenz die Verbraucherinteressen völlig außen vor zu lassen




