WAZ: Evonik peilt weitereÜbernahmen an
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weitere Übernahmen an. "Dort, wo wir heute schon stark sind, wollen
wir unsere Positionen gezielt ausbauen - auch durch Zukäufe", sagte
der neue Evonik-Vorstandschef Christian Kullmann der in Essen
erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ,
Freitagausgabe).
Im vergangenen Jahr hatte Evonik unter anderem eine Sparte des
US-Konzerns Air Products für rund 3,8 Milliarden Dollar gekauft.
"Evonik geht es gut. Wir sind erfolgreich, und wir werden noch
erfolgreicher werden", sagte Kullmann. "Wir haben uns vorgenommen,
die Marge beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
dauerhaft zu steigern, von zuletzt 17 Prozent auf ein Niveau von 18
bis 20 Prozent." Das Ziel sei klar: "Profitabilität rauf, Kosten
runter."
Beim Börsengang vor vier Jahren war die Evonik-Aktie mit 33 Euro
gestartet. Jetzt liegt der Kurs rund vier Euro niedriger. "Zufrieden
sind wir damit nicht. Die Aktie hat noch viel Potenzial", sagte
Kullmann. "Ich möchte Evonik zum besten Unternehmen in der
Spezialchemie machen. Und wenn wir Erfolg haben, dann steigt auch der
Kurs unserer Aktie."
Scharf kritisierte Kullmann den Verband der deutschen
Chemie-Arbeitgeber BAVC. "Ich habe mit großer Verwunderung vernommen,
dass der BAVC die Mitbestimmung als Investitionshemmnis und Nachteil
für den Standort Deutschland dargestellt hat", sagte der Evonik-Chef.
"Diese Einschätzung ist haarsträubend falsch! Die Sozialpartnerschaft
ist ein Garant für Stabilität, was gerade in der Chemieindustrie ein
hoher Wert ist."
Als Anteilseigner und Hauptsponsor mischt Evonik auch beim
Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund mit. "Ich erwarte, dass wir
uns in der kommenden Saison direkt für die Champions League
qualifizieren", sagte Kullmann, der auch BVB-Aufsichtsrat ist.
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Datum: 04.08.2017 - 05:00 Uhr
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