Digitalisierungs-Forschung in Arztpraxen: An den Basics (und Fehlern) des Praxismanagements wird die Transformation nichts ändern
Es gibt viele Szenarien, wie die Digitalisierung die Arbeit in Arztpraxen verändern wird. Ein Blick auf die heutige Realität der Praxisführung zeigt jedoch, dass die meisten Fiktion bleiben werden.

(firmenpresse) - Geringe Veränderungsbereitschaft in der Ärzteschaft
Ein Grund, warum niedergelassene Ärzte so große Probleme haben, sich mit der Digitalisierung anzufreunden, ist ihre Annahme, dass sich die Praxisarbeit grundlegend verändern wird. Die Barrieren-Wirkung dieser Einschätzung ist fast noch größer als die Befürchtung, investieren zu müssen. Beispielhaft, aber repräsentativ zeigt das Resultat der Exploration „Ten years after“, dass gerade Wandlungsbereitschaft und Innovations-Geist nicht zu den Eigenschaften der meisten ambulant tätigen Ärzte zählen. So ergab sich bei der Untersuchung, dass die eingesetzten Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen des Praxismanagement über einen Zeitraum von zehn Jahren nahezu unverändert geblieben waren, während sich die Anforderungen der Patienten grundlegend gewandelt hatten.
Drei Entwicklungslinien
Wer sich einmal konkret mit der Implementierung digitaler Lösungen in Arztpraxen beschäftigt, erkennt schnell, dass diese nur einen geringen Einfluss auf die Art der Grundleistung und die Basics der Praxisführung haben werden. Auch unter dem Aspekt der Digitalisierung müssen wie heute Arbeits-, Informations- und Kommunikationsprozesse zum Zweck der Patientenversorgung bestmöglich organisiert werden. Vor diesem Hintergrund wird es drei Entwicklungslinien geben:
(1) Praxisteams, die bereits Best Practice-ausgerichtet arbeiten, werden kaum Implementierungs-Probleme haben und von Beginn an von den Effizienz- und Produktivitäts-Vorteilen profitieren, die gleichzeitig zu einer Erhöhung der Versorgungsqualität führen.
(2) Praxisbetriebe mit Praxismanagement-Problemen stehen vor der Wahl, diese umgehend zu beseitigen oder
(3) ihren Arbeitsrahmen unverändert zu lassen und so den Digitalisierungs-Nutzen für sich und ihre Praxisbesucher nicht erschließen zu können.
Digitalisierung als Pflichtübung
Angesichts der Tatsache, dass die deutsche Durchschnitts-Praxis aktuell nur etwas mehr als die Hälfte des Best Practice-Standards der Praxisführung, d. h. derjenigen Vorkehrungen einsetzt, die einen reibungslosen Praxisbetrieb gewährleisten, wird deutlich, dass die Erwartungen an die Digitalisierungs-Effekte im niedergelassenen Bereich eher niedrig anzusetzen sind und dass viele der heute diskutierten Optionen reine Theorie bleiben, solange die Praxismanagement-Voraussetzungen in den Betrieben nicht geschaffen sind. Eine Transformation wird zudem vor allem eine „Pflichtübung“ sein, die in dem Umfang stattfindet, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist. Freiwillige Digitalisierungs-Aktivitäten sind nur von einem knappen Drittel der Ärzteschaft zu erwarten.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das Ziel:
Zukunftsgerichtete Erfolgs-Optimierung in der Gesundheitswirtschaft
Der Weg:
Ganzheitliche Leistungspotenzial-Entwicklung
(Personen, Strukturen, Prozessen, Sicht- und Verhaltensweisen, Ideen und Konzepte)
Die Umsetzung:
Best Practice-Benchmarking, Digital Health Consulting, Innovationsmanagement und Trendscouting
Das Umsetzungs-Prinzip:
SAO: Sensibilisieren-Analysieren-Optimieren
Die Realisierung:
Individual-Projekte und TeleConsulting
Die Zielgruppen:
Arzt- / Zahnarztpraxen, Netze, Apotheken
Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Logopäden etc.
Krankenhäuser, MVZ, Pflege, Seniorenheime
Medizintechnik-, Digital und Pharma-Anbieter
Krankenkassen, Institutionen, Vereine, Verbände
Dipl.-Kfm. Klaus-Dieter Thill
Institut für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS)
E-Mail: post(at)ifabs.de
Telefon: +49-211451329 (Voice Mail)
Telefon: +49-15234191376
Telefax: +49-32225458028
Post: IFABS / Dipl.-Kfm. Klaus-Dieter Thill, Homberger Str. 18, 40474 Düsseldorf.
Dipl.-Kfm. Klaus-Dieter Thill
Institut für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS)
E-Mail: post(at)ifabs.de
Telefon: +49-211451329 (Voice Mail)
Telefon: +49-15234191376
Telefax: +49-32225458028
Post: IFABS / Dipl.-Kfm. Klaus-Dieter Thill, Homberger Str. 18, 40474 Düsseldorf.
Datum: 07.08.2017 - 09:06 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1517926
Anzahl Zeichen: 2896
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Klaus-Dieter Thill
Stadt:
Düsseldorf
Telefon: 0211451329
Kategorie:
Ärzte
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 07.08.2017
Diese Pressemitteilung wurde bisher 640 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Digitalisierungs-Forschung in Arztpraxen: An den Basics (und Fehlern) des Praxismanagements wird die Transformation nichts ändern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
IFABS (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Etwa 2/3 der deutschen Arztpraxen leiden - in unterschiedlichen Ausmaßen und Ausprägungen - unter den Auswirkungen der Praxismanagement-Insuffizienz. Der Begriff bezeichnet einen Zustand, in dem die von Praxisteams ausgewählten Regelungen der Praxisführung nicht geeignet sind, ihre Tätigkeiten
Medizintechnik- und Pharma-Vertrieb: Erfolgs-Strategie für das Überleben im digitalen Zeitalter ...
Looking ahead Im Zuge der vielfältigen Veränderungen des Gesundheitswesens kommt der Qualität des Praxismanagement eine zentrale Rolle bei der akuten Arbeitsbewältigung und für die Nachhaltigkeit des medizinischen und ökonomischen Erfolges von Haus- und Fachärzten zu. Doch aus eigener Kraft
E-Book-Neuerscheinung zeigt Pharma- und Medizintechnik-Vertrieb den Weg zu unikaler Wettbewerbs-Differenzierung ...
Unternehmerisches Handeln wird (noch) wichtiger Immer mehr niedergelassene Ärzte werden sich bewusst, dass ihnen nur eine deutlich stärkere Beachtung des unternehmerischen Aspekts ihrer Tätigkeit hilft, vor dem Hintergrund der Veränderungen des Gesundheitswesens mittel- bis langfristig ihren wi
Weitere Mitteilungen von IFABS
Perfekte Patienten-Kommunikation: Wie niedergelassene Ärzte ihre MFA ohne Ausfallzeit und hohe Kosten zu Best Practice-Kommunikatoren entwickeln ...
Ein Beispiel aus dem Kommunikations-Alltag Der Praxisbesucher war wirklich dreist: ohne Termin versuchte er, eine halbe Stunde vor Sprechstunden-Ende behandelt zu werden. Die freundliche Ablehnung der Helferin, dass dies leider zeitlich nicht mehr möglich sei, ließ er nicht gelten. Sein Argument:
MEDITyme Zertifizierung ...
Starnberg, 04. August 2017 Mit der Zertifizierung nimmt MEDITyme.com den Betrieb auf. Die Internetplattform ermöglicht die Vereinbarung und Durchführung von ärztlichen Videosprechstunden im Rahmen der gesetzlichen Krankenkassenleistung. „MEDITyme stärkt die Arzt-Patienten-Beziehung. Gleich
MFA-Kurs: „Do you speak English? - Medical-English?“ ...
Yvonne Ford (Amerikanerin und Englischlehrerin) verwendet genau diese Situation als Grundlage für ihre Medical-English-Fortbildungen speziell für medizinische Fachangestellte. Da die Zahl der Patienten in Arztpraxen und Krankenhäusern, die kaum Deutsch sprechen stetig zu nimmt, kann die Fähigkei
Arbeitsdruck und Zeitmangel in Arztpraxen: Betriebsvergleich bestätigt Selbstverusachungs-Prinzip ...
Externe Verursachung Kaum ein Thema beschäftigt niedergelassene Ärzte und Medizinische Fachangestellte so sehr wie ihre tägliche Arbeitsbelastung, die durch Hektik, Stress und Überstunden geprägt ist. Bei der Ursachen-Suche werden die Praxisteams schnell fündig: die zunehmende Bürokratisieru




