Prof. Gerhard Waschler: Bayerische Grundschüler bleiben in Deutschland Spitze
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Viertklässler in der heute veröffentlichten Bildungsstudie beweist,
dass die bayerischen Antworten auf die aktuellen bildungspolitischen
Fragen die richtigen sind", freut sich Prof. Dr. Waschler,
bildungspolitischer Sprecher des CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.
Die bayerischen Schülerinnen und Schüler können ihre
Spitzenposition, die sie 2011 eindrucksvoll bewiesen haben, in allen
Bereichen behaupten. So bleiben die Mädchen und Buben in Bayern
sowohl im Fach Deutsch (Lesen, Zuhören, Rechtschreibung) als auch im
Bereich Mathematik insgesamt an der Spitze! Bayern erreicht das Ziel
"eines hohen Kompetenzniveaus", heißt es hierzu in dem von der
Kultusministerkonferenz vorgestellten Bericht des Instituts zur
Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB). Gleichzeitig stellt die
Studie fest, dass in Bayern die Leistungsunterschiede in Deutsch
innerhalb der Klassen geringer sind. "Bei uns in Bayern gelingt es
also besser als in anderen Teilen Deutschlands, alle Kinder
mitzunehmen und individuell zu fördern", erläutert Waschler.
Dies zeigt sich beispielsweise daran, dass Kinder mit
Migrationshintergrund zur Spitze im Bereich Orthographie in ihrer
jeweiligen Vergleichsgruppe gehören und sogar deutsche Kinder ohne
Zuwanderungshintergrund in 14 anderen Bundesländern übertreffen. Dies
gilt in ähnlicher Weise für den Bereich Mathematik: Hier belegen
Kinder mit zwei im Ausland geborenen Eltern im deutschlandweiten
Vergleich Platz Eins. Das differenzierte Modell aus Übergangsklassen,
Deutschförderklassen und Deutschförderkursen, die an den bayerischen
Grundschulen je nach Bedarf vor Ort eingerichtet und mit
entsprechenden Kräften ausgestattet werden, bewährt sich großartig.
Im Jahr 2016 stellte der Bayerische Landtag mit seiner CSU-Mehrheit
allein für diesen Bereich rund 232 Millionen Euro bereit. Der Erfolg
belohnt also die gemeinsamen Anstrengungen.
Auch gelingt es in Bayern besser als anderswo, den Zusammenhang
zwischen der Leistung eines Schüler und dem sozialem Status seiner
Familie gering zu halten. So sind die bayerischen Werte im Bereich
Deutsch Lesen etwas und im Bereich Mathematik deutlich besser als die
deutschlandweiten Werte. Bayern ist zudem das einzige Land, in dem
der Zusammenhang von Leistung und sozialem Status in keinem
Testbereich weiter anstieg und in Teilen rückläufig ist.
Insgesamt ist aber der deutschlandweite Trend in den Leistungen
von 2011 bis 2016 deutlich negativ. Zwar kann sich auch Bayern dem
nicht ganz entziehen, "doch fällt er bei uns nur etwa halb so stark
aus wie im Bundesdurchschnitt", so Waschler. Und weiter: "Dies zeigt,
dass es mit steigender Heterogenität unter den Schülern durch
Zuwanderung und Inklusion wachsende Herausforderungen für das
Bildungswesen in Deutschland gibt. Es beweist aber auch, dass man
diese unterschiedlich gut meistern kann. In Bayern gelingt dies
offensichtlich am besten."
Der Vergleich mit Baden-Württemberg, traditionell im
Bildungsbereich auch in der Spitzengruppe, mache dies überdeutlich:
Überhastete und verfehlte Eingriffe der früheren grün-roten
Landesregierung hätten dafür gesorgt, dass Bayerns Nachbarland von
einem Spitzenplatz insgesamt ins Mittelfeld abgerutscht ist. Dass die
Kritik der SPD-Landtagsfraktion an den Klassengrößen allenfalls ein
Oppositionsreflex sei, die aber am Kernproblem vorbeigehe, könne man
daran erkennen, dass in Bayern die Klassengrößen seit der letzten
Studie gesunken sind und das schlechter abschneidende
Baden-Württemberg sogar "im Nachkommabereich kleinere Klassen hat".
Waschler nannte die Studie deshalb "ein klares Plädoyer für den
Bildungsföderalismus. Gerade weil solche Vergleiche die Stärken
verschiedener Modelle zeigen, könnten sich die besseren Lösungen
durchsetzen. Bundesdeutscher Zentralismus birgt immer die Gefahr,
dass man sich auf niedrigerem Niveau einigt und dort verharrt."
Damit Bayern an der Spitze bleibe und wieder einen positiveren
Trend erreiche, wird die CSU-Fraktion ihre Anstrengungen im
Bildungsbereich weiter intensivieren. Der Bildungsexperte nannte
dabei das bereits auf den Weg gebrachte große Bildungspaket und die
umfassende Strategie zur Digitalisierung in den Schulen.
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Datum: 13.10.2017 - 16:08 Uhr
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