neues deutschland: Kommentar zum Abtritt von Stanislaw Tillich: Mit dem Teufel gegen den Teufel

neues deutschland: Kommentar zum Abtritt von Stanislaw Tillich: Mit dem Teufel gegen den Teufel

ID: 1542105
(ots) - Von Kurt Biedenkopf ist aus den 90ern das Bonmot
überliefert, Sachsen brauche keine Komitees für Gerechtigkeit, seine
Landesregierung sei quasi selbst ein solches. Mit dieser Behauptung
wollte der sächsische Ministerpräsident jenen Initiativen den Wind
aus den Segeln nehmen, die sich gegen die soziale Spaltung und die
Benachteiligung des Ostens wandten. Biedenkopf musste irgendwann
aufgrund mehrerer Affären zurücktreten. Nun hat der inzwischen
87-Jährige dazu beigetragen, seinen Nach-Nachfolger Stanislaw Tillich
abzusägen. Den ereilte ein ähnliches Schicksal wie den Vor-Vorgänger:
Etliche Jahre im Amt, erwies er sich als blind gegenüber einem der
politischen Hauptprobleme im Lande; diesmal war es der wachsende
Rechtsextremismus und -populismus. Dass der vor allem im - so die
Perspektive der Sachsen-CDU - ostdeutschen Musterland grassierte,
erst in Gestalt der NPD, dann von Pegida, dann der AfD, gab den
selbstgefälligen Christdemokraten nur wenig zu denken. Bis zur
Bundestagswahl vor einigen Wochen, als die AfD stärkste Partei in
Sachsen wurde und die CDU auf den Boden der Tatsachen holte. Seitdem
wird in der Sachsen-CDU über einen Rechtsruck als mögliche Strategie
gegen die Rechtspopulisten gestritten. Also Teufelsaustreibung mit
Hilfe des Teufels. Künftig ohne Tillich. Sein designierter Nachfolger
Michael Kretschmer übrigens ist ein ausgewiesener Hardliner - selbst
für sächsische Verhältnisse.



Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Rheinische Post: Ulla Schmidt kündigt Kandidatur für Bundestagsvizeamt an WAZ: Show im Kampf gegen Rocker
 - Kommentar von Matthias Korfmann
zu Razzien in der Rockerszene
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.10.2017 - 17:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1542105
Anzahl Zeichen: 1778

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 281 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kommentar zum Abtritt von Stanislaw Tillich: Mit dem Teufel gegen den Teufel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

neues deutschland (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

"neues deutschland" heißt jetzt "nd.DerTag" ...
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"

Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver

"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is


Weitere Mitteilungen von neues deutschland


Rheinische Post: Ulla Schmidt kündigt Kandidatur für Bundestagsvizeamt an ...
Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt (SPD) hat angekündigt, am kommenden Montag für die Fortführung des Amtes kandidieren zu wollen. "Ja, ich trete an", sagte Schmidt der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Damit bestätigte sie entsprec

neues deutschland: Kabarettist Christian Ehring im nd-Gespräch zur Jamaika-Koalition: Filz, Gelassenheit und Joints ...
Eine künftige Regierungskoalition nach Jamaika zu benennen, hält er für passend: »Jamaika? Gelassene Typen mit Joints und verfilzten Haaren. Genau das kann die Koalition leisten: Merkel hat die Gelassenheit, die Grünen haben die Joints und CSU und FDP den Filz.« Oder: »Sich abgehängt füh

neues deutschland: Sprecherin der Frankfurter Buchmesse: Die Antifa hat provoziert ...
Bereits nach den jüngsten Umtrieben der sogenannten Neuen Rechten in den Messehallen waren von der Leitung der Frankfurter Buchmesse verstörende Statements zu lesen: Von einer "Vielfalt der Meinungen" war da etwa die Rede, womit offenbar die rechtsradikalen mitgemeint waren, sowie von

Koalitionsverhandlungen: Sozialverband warnt vor Rattenfängern ...
Zum Auftakt der Sondierungen zwischen CDU, CSU, FDP und den Grünen erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer: "Viele Menschen erwarten Antworten auf ernste Fragen. Insbesondere die Themen Rente, Pflege und Miete wecken Ängste. Und deshalb müssen diese Punkte gleich zu Beginn der Koalitionsve


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z