neues deutschland: Kommentar zum Steinmeier-Besuch in Russland: Kontrapunkt zur Negativspirale
ID: 1544775
weiteren Entfremdung zwischen Deutschen und Russen entgegenzuwirken.«
Dieser Interview-Satz Steinmeiers, geäußert vor dem ersten Besuch
eines deutschen Staatsoberhaupts in Moskau seit sieben(!) Jahren,
traf den Nagel auf den Kopf. Steinmeier war oft in Moskau, diesmal
zwar nicht mit politischer Macht ausgestattet, doch das musste kein
Nachteil sein. Zum einen war er, als er diese als Außenamtschef noch
hatte, von der Kanzlerin, etwa wenn es um Dreiergespräche mit den
Kollegen aus Frankreich und Russland ging, häufig düpiert worden, die
das zu Steinmeiers Verdruss selbst übernahm. Zum anderen ist es
gerade die gern zitierte Unabhängigkeit eines Bundespräsidenten, von
der nun jenseits lähmender Koalitionsorder Gebrauch gemacht werden
konnte. Hat der Besuch hier Zeichen gesetzt? Er hat es schon, indem
er stattfand und damit einen Kontrapunkt zu der unseligen Attitüde
deutscher Geschichtsvergessenheit Gauckscher Prägung setzte. Diese
Botschaft scheint in Moskau wohlwollend aufgenommen worden zu sein.
Man hat die frostige Bezeichnung der Visite lediglich als
Arbeitsbesuch dort offenbar nicht auf die Goldwaage gelegt. Das
sollten beide Seiten nicht tun, auch in Zukunft. Für Berlin sollte
gelten: Gedeihliche deutsch-russische Beziehungen sind zu wichtig für
die politische Atmosphäre, die Wirtschaft und vor allem den Frieden
in Europa, um sie transatlantischen Scharfmachern zu überlassen.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.10.2017 - 17:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1544775
Anzahl Zeichen: 1809
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 403 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kommentar zum Steinmeier-Besuch in Russland: Kontrapunkt zur Negativspirale"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Präses Rekowski fordert Anerkennung und Unterstützung für zivile Seenotrettungsorganisationen ...
"Seenotrettung ist eine christliche und humanitäre Pflicht. Sie gilt auch im Mittelmeer und ausnahmslos allen Menschen" sagte Präses Manfred Rekowski, Leitender Geistlicher der Evangelischen Kirche im Rheinland und Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelisch
Rheinische Post: Kommentar / Chance für die Türkei = Von Philipp Jacobs ...
Dass der gescheiterte Militärputsch in der Türkei im vergangenen Jahr das Verhältnis zwischen Ankara und Berlin so sehr beeinflussen würde, hatte sich wohl damals niemand ausgemalt. 27 deutsche Staatsbürger haben türkische Behörden seit dem Putschversuch festgenommen. Elf von ihnen sitzen
neues deutschland: Kommentar zur EU-Entsenderichtlinie: Geschäftsmodell Solidarität ...
»Geschäftsmodell Ausbeutung« nennt die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung den Umgang von Unternehmen oder Subunternehmen mit der EU-Entsenderichtlinie. Diese lassen Arbeiter aus Ost- und Südeuropa in Hochlohnländern der EU für 'nen Appel und 'n Ei unter menschenunwürdigen Bedingu
Mittelbayerische Zeitung: "Erpressung" / Ein Kommentar der Mittelbayerischen Zeitung zum Prozess gegen Peter Steudtner in der Türkei ...
Ja, es stimmt: Recep Tayyip Erdogan hat es in der Hand, den Flüchtlingsdeal platzen zu lassen. Aber ist das ein Druckmittel, das eine de facto Geiselhaft deutscher Staatsbürger rechtfertigt? Wer anführt, dass die Türkei nun einmal nach ihren Gesetzen handelt und dass die Inhaftierten sich de




