Vor Merkel-Rede bei UN-Klimakonferenz: Greenpeace-Aktivisten protestieren auf Kohleschiff
Nur Kohleausstieg bis 2030 stellt Deutschlands Klimaziele sicher
ID: 1551765
einen geordneten Ausstieg aus der Kohle demonstrieren 14
Greenpeace-Aktivisten heute auf einem Kohlefrachter auf dem Rhein.
Auf die Ladefläche des Schiffs "Aquality", das deutsche Kraftwerke
mit mehreren Tausend Tonnen importierter Steinkohle beliefert,
breiten die Aktivisten ein 20 mal 7 Meter großes Banner aus mit der
Aufschrift: "Merkel's Dirty Secret: Coal" (Merkels schmutziges
Geheimnis: Kohle). Das Schiff passiert auch die Weltklimakonferenz in
Bonn, wo heute Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Vertretern von
knapp 200 Staaten spricht. In Sichtweite zum Konferenzgelände kreuzt
auf dem Rhein das Greenpeace-Schiff Beluga II mit einem 7,5 mal 7,5
Meter große Banner mit einem Portrait Merkels und dem Aufruf:
"Handeln statt Heucheln". "Deutschlands steigender CO2-Ausstoß lässt
Frau Merkels Klimaschutzversprechen zu heißer Luft verkommen", sagt
Greenpeace Klimaexperte Karsten Smid. "Statt weiterer Beteuerungen
muss die Kanzlerin einen konkreten Fahrplan mit nach Bonn bringen,
wie Deutschland bis 2030 aus der Kohle aussteigt."
Kanzlerin Merkel hat wiederholt versprochen, ihre internationale
Zusage einzuhalten, Deutschlands CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent
gegenüber 1990 zu senken. Bislang bleibt die Kanzlerin jedoch eine
Erklärung schuldig, wie dieses erreicht werden soll. Deutschlands
CO2-Ausstoß wird 2017 zum zweiten Mal in Folge steigen. Ohne
zusätzliche Anstrengungen wird das 40-Prozent-Ziel deutlich, um etwa
ein Viertel verfehlt. Dies wäre ein fatales Signal für die
UN-Klimakonferenz, auf der derzeit über eine zügige Umsetzung des
Pariser Abkommens verhandelt wird. Mit dem Abkommen haben sich vor
zwei Jahren knapp 200 Staaten verpflichtet, den Temperaturanstieg
deutlich unter 2, möglichst sogar bei 1,5 Grad zu stabilisieren, um
die katastrophalsten Folgen der Erderhitzung zu verhindern.
"Deutschland muss jetzt den Ausstieg aus der Kohle bis 2030
einleiten, sonst sabotiert die Bundesregierung das Pariser
Klimaabkommen", so Smid.
Kohleausstieg zentraler Streitpunkt der Sondierungsgespräche
Der Ausstieg aus der Kohle ist zentraler Streitpunkt der laufenden
Sondierungsgespräche zwischen Union, FDP und Grünen. Während sich
alle Parteien einer möglichen Jamaika-Koalition zu den deutschen
Klimazielen bekennen, haben lediglich die Grünen einen Vorschlag
präsentiert, um diese auch zu erreichen. Um das 2020-Ziel zu
erreichen, müssen etwa 100 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich eingespart
werden. Dies kann in der Kürze der Zeit nur erreicht werden, in dem
Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, deren Strom heute hauptsächlich
ins Ausland exportiert wird.
Nach dem angekündigten Austritt der USA aus dem Pariser
Klimaabkommen, erwarten vor allem schon heute vom Klimawandel
bedrohte Staaten klare Schritte, wie der weltweite CO2-Ausstoß
schnell genug gesenkt werden kann. Länder wie Kanada, Großbritannien,
Italien und Südkorea haben bereits beschlossen, in den kommenden
Jahren aus der Kohle auszusteigen.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Karsten Smid, Tel.
0171-7870821, oder Pressesprecher Björn Jettka, Tel. 0171-8780778.
Fotos der Aktion: Tel. 040-306185377. TV-Material: Sonka Terfehr,
Tel. 0175-5891718. Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340,
Email presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet:
www.greenpeace.de, auf Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf
Facebook: www.facebook.com/greenpeace.de.
Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.11.2017 - 13:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1551765
Anzahl Zeichen: 3944
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Umweltpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 376 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Vor Merkel-Rede bei UN-Klimakonferenz: Greenpeace-Aktivisten protestieren auf Kohleschiff
Nur Kohleausstieg bis 2030 stellt Deutschlands Klimaziele sicher"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Greenpeace e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hamburg, 13. 4. 2026 - Die Übergewinne der Ölkonzerne sind während der Waffenruhe zwischen den USA und Iran weiter deutlich gestiegen. Weil die Konzerne nach dem Ende der Kampfhandlungen die gesunkenen Rohölpreise nicht an die Kundschaft weitergaben, schnellten ihre Gewinne in Deutschland um ein
40 Jahre nach Chornobyl: Greenpeace-Aktive protestieren für Unterstützung bei Wiederaufbau der zerstörten Schutzhülle / Greenpeace-Report dokumentiert Folgen des russischen Drohnenangriffs ...
14. 4. 2026 - Vor dem 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Chornobyl protestieren zwei Greenpeace-Aktivist:innen mit einem "Stand With Ukraine"-Banner unmittelbar vor der Atomruine dafür, die Ukraine beim Schutz der Unfallstelle stärker zu unterstützen. Die durch einen russischen Dr
Greenpeace-Rechtsgutachten zeigt: Bundesregierung kann staatenlose Schattenflotten-Tanker stoppen / Acht Tanker ohne Flaggenzugehörigkeit haben deutsche Gewässer seit Dezember unbehelligt durchfahre ...
19. 2. 2026 - Die Bundesregierung verpasst es regelmäßig, flaggenlose Tanker der russischen Schattenflotte aufzubringen und hindert sie auch nicht an der Weiterfahrt. Dadurch steigt die Gefahr einer Havarie und Ölpest in der Ostsee. Greenpeace belegt mit einem neuen Rechtsgutachten (https://t1p.d
Weitere Mitteilungen von Greenpeace e.V.
Greenpeace-Studie: Geordneter Kohleausstieg kann deutsches Klimaziel sicherstellen Abschaltenüberflüssiger Meiler würde etwa 90 Millionen Tonnen CO2 einsparen ...
15. 11. 2017 - Deutschland kann sein gefährdetes Klimaziel für das Jahr 2020 erreichen, indem die kommende Bundesregierung überflüssige Kohlekraftwerke abschaltet. Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 17 Gigawatt können innerhalb der kommenden drei Jahre vom Netz genommen werden, ohne
Greenpeace-Kletterer demonstrieren bei Jamaika-Sondierungen für Agrarwende / Landwirtschaft muss fairen Beitrag zum Klimaschutz leisten ...
Für einen ökologischen Umbau der Landwirtschaft demonstrieren Greenpeace-Aktivisten heute vor den Sondierungsgesprächen zu Landwirtschaft und Verbraucherschutz. In Sichtweite der Parlamentarischen Gesellschaft, dem Verhandlungsort, haben sich Kletterer mit einem sechs mal drei Meter großen
Greenpeace-Aktivisten demonstrieren an Deutschlands schmutzigstem Kohlekraftwerk für mehr Klimagerechtigkeit / Klimaschützer projizieren in Neurath Protestbilder und fordern Kohleausstieg ...
10. 11. 2017 - Für mehr Gerechtigkeit beim Kampf gegen die Erderhitzung demonstrieren Aktivisten von Greenpeace und Betroffene aus der Pazifikregion heute gemeinsam am Braunkohlekraftwerk in Neurath. Auf die Kühltürme des Kraftwerks projizieren die Klimaschützer in riesigen Leuchtbuchstaben
Auftakt UN-Klimakonferenz: 400 Kinder und Jugendliche demonstrieren für mehr Klimagerechtigkeit / Junge Umweltschützer von Greenpeace fordern in Bonn mehr Klimaschutz ...
6. 11. 2017 - Für mehr Gerechtigkeit beim Klimaschutz demonstrieren rund 400 Kinder und Jugendliche heute in Bonn. Am Eröffnungstag der Weltklimakonferenz fordern sie die verhandelnden Staaten auf, den Ausstoß von Treibhausgasen schnell zu senken. Nur so können Länder wie die Philippinen oder




