Allg. Zeitung Mainz: Im Risiko / Kommentar von Patrick Körber zur SPD
ID: 1558749
auf die Chance freuen, dieses Land mitregieren zu können. Doch ist
das Risiko für die SPD groß, erneut in eine Große Koalition
einzutreten. Die Sozialdemokraten waren im Bündnis mit der CDU die
eindeutigen Verlierer. Wieder vier Jahre im Schatten von Angela
Merkel könnten zu weiteren dramatischen Stimmenverlusten führen.
Außerdem würde die Glaubwürdigkeit leiden, nachdem der gescheiterte
Kanzlerkandidat Martin Schulz angekündigt hatte, in die Opposition zu
gehen. Der SPD würde es guttun, sich wieder neu zu positionieren,
einen eigenen Weg links von der Mitte einzuschlagen. In der GroKo ist
es der SPD nicht gelungen, Kontur zu zeigen. Das Dilemma: Die
Gespräche mit der Union von vornherein abzusagen, wäre ebenso fatal
gewesen. Denn man hätte der SPD vorgeworfen, sich vor der
Verantwortung für dieses Land zu drücken. Außerdem können die
Sozialdemokraten nicht mit guter Hoffnung auf Neuwahlen setzen. Nach
den jüngsten Umfragen würde die Partei nicht besser dastehen als bei
der Bundestagswahl im September. Das Risiko besteht durchaus, dass
die SPD noch weiter verliert. Insofern schlägt die SPD nun aus
strategischer Sicht den einzig möglichen Weg ein: In die Gespräche
mit möglichst vielen Forderungen an den künftigen Koalitionspartner
einsteigen. Entweder brechen die Unionsspitzen die Gespräche entnervt
ab, sodass optimalerweise die Union als Buhmann dasteht. Oder die SPD
setzt mehr um, als sie selbst für möglich gehalten hätte - für den
Preis, weiter unter Merkel mitregieren zu müssen.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Danielle Schwarz
Onlinemanagerin
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de
Original-Content von: Allgemeine Zeitung Mainz, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.12.2017 - 19:52 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1558749
Anzahl Zeichen: 1985
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 237 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allg. Zeitung Mainz: Im Risiko / Kommentar von Patrick Körber zur SPD"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Allgemeine Zeitung Mainz (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte hält einen Austritt der FDP aus der Berliner Ampelkoalition für möglich. "Die Ergebnisse der FDP bei den vergangenen Landtagswahlen befinden sich im kaum noch messbaren Bereich", sagt Korte im neuen Podcast der VRM "Korte &
Es bleibt ein Störgefühl / Kommentar von Jens Kleindienst zum Karlsruher AfD-Urteil ...
Als demokratisch gewählter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag "bei der Gestaltung seiner inneren Organisation und des Geschäftsgangs ein weiter Spielraum zu". So hat es das Bundesverfassungsgericht jetzt bekräftigt - und sich damit selbst große Zurückhaltung auferlegt. Einzige
Wir brauchen eine Vision für unser Land / Kommentar von Dennis Rink zum Zustand Deutschlands ...
Wohin führt unsere Reise? Befindet sich Deutschland wirklich im Sinkflug? Und was bedeutet das für uns? Umfragen bestätigen regelmäßig, dass wir Deutsche uns diese Frage immer häufiger stellen - und dass wir Sorgen haben. Können wir hier noch sicher leben? Bleibt die Demokratie die sattelfest
Weitere Mitteilungen von Allgemeine Zeitung Mainz
Allg. Zeitung Mainz: Mia san Mia / Kommentar von Reinhard Breidenbach zur CSU ...
Der brillanteste und schärfste Kritiker, den die CSU je hatte, war vermutlich der Zeitungsredakteur Herbert Riehl-Heyse, eine Ikone der schreibenden Zunft, geboren in Altötting (!), leider allzu früh verstorben: "CSU - Die Partei, die das schöne Bayern erfunden hat", so der Titel ei
WAZ: Populistischer Vorstoß - Kommentar von Matthias Korfmann zur Abschiebe-Debatte ...
Kriminelle Syrer sollen womöglich schon bald in ihre Heimat abgeschoben werden. Auf diese Haltung einigen sich gerade zahlreiche CDU-Innenminister. Auch NRW- Innenminister Herbert Reul lässt durchblicken, dass er sich mit diesem Kurs angefreundet hat. Ein populistischer Vorstoß ist das, der an
neues deutschland: Asylrechtsberater Armbruster: "Ehrenamt muss ein Zusatz sein" ...
"Ehrenamt muss ein Zusatz sein", sagte der Asylrechtsberater Manuel Armbruster im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Dienstagausgabe). Zum Tag des Ehrenamts am 5. Dezember erklärte er: "Ehrenamt ist eine tolle Sache. Aber der Staa
neues deutschland: Kommentiert: Seehofers Bratwurst ...
Die gute Nachricht für den Söder Markus: Er wird Ministerpräsident. Die schlechte Nachricht: Er muss es bleiben. Und zwar mit einem überzeugenden Ergebnis bei der Landtagswahl im kommenden Jahr. Die Chancen dafür stehen derzeit allerdings nicht gut. Miserables Abschneiden bei der Bundestags




