Öko - logisch? Komplexes verständlicher machen

Öko - logisch? Komplexes verständlicher machen

ID: 1588327
(ots) - DBU fördert jugendgerechte Nachhaltigkeitsbildung mit
125.000 Euro

Ob es nachhaltiger ist, die Milch im leichten Tetrapak aus dem
ferneren Allgäu oder in der schwereren Glasflasche aus dem näheren
Hessen zu kaufen, ist nicht so einfach zu beantworten. Viele Menschen
sind durch die komplexen Zusammenhänge bei Themen wie Konsum, Klima
oder Artenvielfalt überfordert. Häufig reagieren sie deshalb
desinteressiert oder mit Aktionismus. Um dies bei der
Nachhaltigkeitsbildung von Jugendlichen künftig zu vermeiden, will
die Tropenwaldstiftung OroVerde (Bonn) Unterrichtsmaterial
entwickeln, das die Zusammenhänge innerhalb einzelner Themen speziell
für jüngere Menschen aufarbeitet. Dabei wird sie von der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell mit 125.000 Euro
unterstützt. "Schüler sollen durch die vielen bestehenden
Zusammenhänge nicht abgeschreckt werden, sondern die Komplexität
begreifen lernen. So versetzen wir sie in die Lage, das eigene
Handeln und seine Auswirkungen zu hinterfragen", so
DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

Verstehen als Schlüssel zur kritischen Auseinandersetzung

Themen wie Artenvielfalt, Klima oder Wasserkreisläufe sind von
Haus aus komplex. Kommt die Frage hinzu, wie damit möglichst
nachhaltig umgegangen wird, werde es aufgrund der vielen
Zusammenhänge und Wechselwirkungen noch komplizierter, erläutert
Projektleiterin Birthe Hesebeck von der Tropenwaldstiftung OroVerde.
Dies sei ein Problem in der Nachhaltigkeitsbildung, da viele Menschen
dadurch schnell überfordert seien. In der Folge würden sie
desinteressiert reagieren oder in Aktionismus auf einfache Lösungen
zurückgreifen, ohne diese kritisch zu hinterfragen. Um dies bei
Schülern in Zukunft zu vermeiden, will die Tropenwaldstiftung
praxisnahes Schulmaterial entwickeln, das den Jugendlichen komplexe


Zusammenhänge innerhalb einzelner Themen verständlich darstellt. Nur
wenn sie das Thema in seiner Komplexität verstehen würden, könnten
sie eigenständig Ursachen und Wirkungen erkennen, aber auch
Handlungsalternativen formulieren, so die grundlegende Idee des
Projektes.

Ansprechend gestaltetes Material auch über soziale Medien
verbreiten

Dazu sollen beispielsweise Diagramme angefertigt werden, die die
einzelnen Zusammenhänge innerhalb eines Themas anschaulich machen,
ohne wissenschaftlich unkorrekt zu werden. Im Comicstil gestaltet
seien sie ansprechender für Jugendliche als klassische Darstellungen,
so Hesebeck. Gemeinsam mit Schülern sollen zudem Methoden entwickelt
und getestet werden, die ihnen komplexe Zusammenhänge und Systeme
verständlich vermitteln. Auch sei ein Mitmach-Krimi geplant, der die
unterschiedlichen Bedrohungen für den tropischen Regenwald aufzeigt.
Am Ende solle das erarbeitete Material gezielt für soziale Medien
aufbereitet werden, um Jugendliche auch abseits der Schule erreichen
zu können. DBU-Experte Dr. Thomas Pyhel bekräftigt: "Es muss deutlich
werden, wie sich einzelne Aspekte innerhalb eines Themenkomplexes
gegenseitig beeinflussen. So kann es sein, dass eine vermeintlich
richtige Entscheidung negative Folgen in einem anderen Zusammenhang
hat. Nur wer dies selber einschätzen kann, ist auch in der Lage, sein
eigenes Handeln entsprechend zu überdenken und zu ändern."



Ansprechpartner:
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
Julie Milch


Kontakt DBU
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon:0541|9633-521
0171|3812888
Telefax:0541|9633-198
presse@dbu.de
www.dbu.de


Fachliche Ansprechpartnerin
OroVerde - Die Tropenwaldstiftung
Birthe Hesebeck
Telefon: 0228|24290-14
bhesebeck@oroverde.de

Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), übermittelt durch news aktuell

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Datum: 08.03.2018 - 08:57 Uhr
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