Kölner Stadt-Anzeiger: Zentralrat der Juden verwahrt sich gegen Vereinnahmung der jüdischen Gemeinschaft durch die AfD
ID: 1594234
Schuster, hat sich gegen eine Vereinnahmung der jüdischen
Gemeinschaft in Deutschland durch die AfD verwahrt. "Das Gedankengut,
das in Teilen der AfD vertreten wird, war - mein Eindruck - auch
jenes Gedankengut, das zur schlimmsten Verfolgung der Juden in ihrer
Geschichte geführt hat", sagte Schuster dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Samstag-Ausgabe). Einen zunehmenden Antisemitismus bei einem
"kleinen Rest" der Bevölkerung im Deutschland, bei dem "Ressentiments
und die Judenfeindschaft, ja der Judenhass" wüchsen, führte Schuster
neben einer "deutlichen Enthemmung" in den sozialen Medien auch auf
die gestiegene Zahl muslimischer Flüchtlinge zurück. "Geflüchtete aus
muslimischen Ländern, die mit Judenhass und Israel-Feindlichkeit
aufgewachsen sind, stellen sicherlich ein zusätzliches Potenzial für
Antisemitismus dar. Das lässt sich leider nicht leugnen."
Damit kritisiere er aber nicht die Entscheidung der
Bundesregierung, muslimische Flüchtlinge aufzunehmen, stellte
Schuster klar. "Gerade wir Juden wissen, was es bedeutet, verfolgt zu
werden und fliehen zu müssen. Wir wissen auch, was es bedeutet,
Schutz und Zuflucht zu finden." Die Juden in Deutschland könnten
nicht erwarten, dass die Menschen, die auf der Flucht aus
muslimischen Ländern sind, ihre Vorurteile gegen Juden an der
deutschen Grenze ablegten, so Schuster weiter. Es seien überdies auch
nicht die einzigen Vorurteile und Stereotypen, die sie mitbrächten.
"Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist nicht bei allen eine
Selbstverständlichkeit, ebenso wenig wie die Akzeptanz
unterschiedlicher sexueller Orientierungen", erläuterte der Präsident
des Zentralrats. Schuster Handlungsempfehlung: "Nicht den Kopf in den
Sand stecken, sondern alles daran setzen, Vorurteile abzubauen. Und
unsere gesellschaftlichen Normen klar zu vermitteln."
https://www.ksta.de/politik/josef-schuster-juden-gegen-vereinnahmu
ng-durch-die-afd-29917122
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080
Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.03.2018 - 01:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1594234
Anzahl Zeichen: 2410
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Köln
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 391 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kölner Stadt-Anzeiger: Zentralrat der Juden verwahrt sich gegen Vereinnahmung der jüdischen Gemeinschaft durch die AfD"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Kölner Stadt-Anzeiger (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat erstmals auf die zum Teil scharfe Kritik am Entwurf für das neue Heizgesetz reagiert. Vorwürfe, auch aus der eigenen Partei, das Gesetz verstoße gegen das Grundgesetz, ließ sie nicht gelten. "Selbstverständlich haben wir die zuständig
Staatsanwaltschaft klagt zwei Polizeibeamte aus Bonn wegen Verrats von Dienstgeheimnissen an Mitglieder von Kölner Drogenbande an ...
Im Nachgang zum Kölner Drogenkrieg hat die Staatsanwaltschaft zwei Polizeibeamte und drei weitere mutmaßliche Kriminelle beim Kölner Landgericht angeklagt. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe) aus Justizkreisen erfuhr, soll ein 25-jähriger Polizeikommissar aus Bonn in zeh
Ford steigert Anteil an Elektroautos - Ford-Chef: Bestelldaten zeigen, dass der Trend sich fortsetzt ...
Der Kölner Autobauer Ford profitiert von der gestiegenen Nachfrage nach vollelektrischen Autos. Insgesamt hat Ford im April 5148 Personenkraftwagen in Deutschland verkauft, wie ein Ford-Sprecher dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgabe) sagte. Davon waren dem Sprecher zufolge bere
Weitere Mitteilungen von Kölner Stadt-Anzeiger
Westfalen-Blatt: das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zur Gesundheitspolitik ...
Neue Ideen haben es in der Gesundheitspolitik besonders schwer. Kaum geäußert, geraten sie schon zwischen die Mühlsteine der Lobbyisten, wo sie oft in kurzer Zeit bis zur Unkenntlichkeit zerrieben werden. Schon aus diesem Grund sind der neue Gesundheitsminister Jens Spahn sowie sein Staatssek
Straubinger Tagblatt: Die Glaubwürdigkeit der CSU ...
Wie gelingt dem CSU-Chef und neuen Innenminister Seehofer der Spagat zwischen Fraktionsbindung und Eigenpositionierung? Wie erinnerlich hatte Seehofer auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise wortstark gegen Merkels "Welcome-Politik" protestiert. Doch dann arrangierte sich Seehofer mit d
Mittelbayerische Zeitung: Arznei gegen die Landflucht / Die Reform desärztlichen Bereitschaftsdienstes entlastet die Mediziner, mutet aber den Patienten längere Wege und Wartezeiten zu. Leitartikel ...
Die Ärzte sind zum überwiegenden Teil glücklich mit der Reform des Bereitschaftsdienstes - zumindest, solange sie an ihr eigenes Wohlbefinden denken. Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn man sich unter Medizinern umhört. Aus der Sicht der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB), die dies
Bayernpartei: Seehofers "Ballade von Recht und Ordnung" ist nicht glaubwürdig ...
Der frischgebackene Bundesinnenminister Seehofer hat in seiner Regierungserklärung verlauten lassen, dass nun alles viel besser wird. Er will nicht nur die Spaltung der Gesellschaft überwinden, sondern er kündigt bei dieser Gelegenheit auch gleich einen Masterplan für Abschiebungen und eine




