Bayernpartei: Karl-Marx-Trubel völlig unverständlich und abstoßend!
ID: 1608223
Karl-Marx-Fieber. Wohlmeinend bis euphorisch berichteten die
Feuilletons, welch intellektueller Gewinn es doch sei, Marx ganz neu
zu entdecken. Als Höhepunkt dann die Enthüllung einer über 5 Meter
hohen Statue im rheinland-pfälzischen Trier, das Ganze ein Geschenk
der Volksrepublik China. Vom ganzen Merchandise, das man anlässlich
des 200. Geburtstags des "Philosophen" und "Visionärs" erstehen
konnte, ganz zu schweigen.
Für die Bayernpartei ist dieser ganze Trubel völlig unverständlich
und abstoßend. Auf Marx beriefen sich Regierungen und Bewegungen, die
etwa hundert Millionen Tote auf dem Gewissen haben. Und ein Geschenk
von einem Staat anzunehmen, der jährlich mehr als 1000 Menschen
hinrichtet, ist geradezu obszön.
Der Bayernpartei-Vorsitzende Florian Weber kommentierte: "Man
sieht mal wieder: Die Presse ist auf dem linken Auge blind. Da werden
einerseits harmlose, (vermeintlich) sexistische Gedichte von
Hochschulwänden entfernt, andererseits Menschen heroisiert, deren
Denken zum Tod von Millionen von Menschen führt. Dabei ähnelt sich
rechts- und linksextremistisches Gedankengut in zentralen Punkten.
Eine Übereinstimmung ist die Sehnsucht nach einem neuen,
idealisierten Menschen. Eine weitere Übereinstimmung ist, dass es in
Ordnung ist, auf der Suche danach über Leichen zu gehen.
Für den einen oder anderen Politiker oder Feuilletonisten mit
entsprechenden "Jugendsünden" mag dahinter Nostalgie oder nachgeholte
Rechtfertigung stehen. Frei nach dem ur-deutschen Motto, dass ja
nicht alles schlecht gewesen sein kann.
Bei all den Feierlichkeiten traten die Verbrechen im Namen des
Marxismus oder auch die antisemitischen Ausfälle von Marx zu Unrecht
in den Hintergrund, wurden allenfalls in einem Nebensatz erwähnt.
Meiner Meinung nach muss endlich Schluss sein mit einer derartigen
Verharmlosung oder gar der Ansicht, das alles sei eine großartige
Ideen und beim nächsten Versuch wird das dann schon klappen.
Derartige "Experimente" enden bestenfalls mit der Pleite,
schlimmstenfalls mit dem Gulag."
Pressekontakt:
Harold Amann, Landespressesprecher
Kontakt: Telefon (Voicebox) und Fax: +49 321 24694313,
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Datum: 07.05.2018 - 13:16 Uhr
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