neues deutschland: Nicht zu lange freuen
Kommentar zum Schlichterspruch im Baugewerbe
ID: 1610029
Schlichterspruch vom Wochenende hat die Gewerkschaft fast alles
bekommen, was sie für die Beschäftigten auf den Baustellen gefordert
hat. Die Arbeitgeber werden den Spruch wohl auch annehmen, weil das
ordentliche Lohnplus dank prall gefüllter Auftragsbücher dicke drin
ist und damit kostspielige Arbeitskämpfe abgewendet werden. Doch
sollte sich die IG BAU nicht zu lange auf ihrem jüngsten Erfolg
ausruhen. Schließlich leidet sie seit Jahren unter Mitgliederschwund,
und der Tarifvertrag wird vermutlich erst mal nur bei der Minderheit
der Bauarbeiter ankommen. Denn nur 40 Prozent von ihnen arbeiten in
Betrieben mit Tarifbindung. Bauherren machen in Zeiten explodierender
Immobilienpreise lieber einen Extraprofit, als dass sie anständig für
ihre Aufträge zahlen. So entsteht auf den Baustellen ein System aus
Sub-Sub-Sub-Unternehmern, die längst nicht mehr nur aus Deutschland
kommen, mit einem einzigen Ziel: Kostensenkung um jeden Preis. Die
Leidtragenden sind letztlich diejenigen, die sich schinden für einen
Hungerlohn, damit die neuen Luxuswohnungen fristgerecht fertig
werden. Die IG BAU kann deshalb nur wirklich zufrieden sein, wenn sie
auf jeder Baustelle im Land vertreten ist und der von ihr erzielte
Tarifvertrag für jeden Malocher und jede Malocherin auf dem Bau gilt.
Egal, ob sie aus Deutschland, Polen und woher auch immer stammen.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.05.2018 - 18:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1610029
Anzahl Zeichen: 1750
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Gewerkschaften
Diese Pressemitteilung wurde bisher 482 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Nicht zu lange freuen
Kommentar zum Schlichterspruch im Baugewerbe"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Rheinische Post: IG Metall: Arbeitgeber versagen bei Gesundheitsprävention ...
Angesichts der Zunahme von Krankheitstagen aufgrund psychischer Störungen hat die IG Metall scharfe Kritik an den Unternehmern geübt. IG-Metall-Bundesvorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban sagte der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe): "Das ist ein d
Stuttgarter Zeitung: SPD kritisiert hohe Zahl von Befristungen in baden-württembergischen Ministerien ...
Der öffentliche Dienst steht mit seinen hohen Quoten an befristeten Arbeitsverträgen zunehmend unter Druck. Nach einer der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstag) vorliegenden Auswertung der baden-württembergischen Landesregierung auf Antrag der
WAZ: Karstadt-Betriebsrat kämpft um Erhalt der Filiale in Leipzig - Menschenkette geplant ...
Angesichts einer drohenden Schließung will Karstadt-Gesamtbetriebsratschef Jürgen Ettl für den Erhalt der Warenhaus-Filiale in Leipzig kämpfen. "Ich hoffe, dass Vernunft über Profit-Wahnsinn siegt", sagte Ettl der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Dien
WAZ: Opel-Betriebsrat befürchtet Aus von Logistik-Standort Bochum ...
Der Bochumer Opel-Betriebsrat hat sich besorgt zur Zukunft des Logistik-Standorts mit mehr als 700 Beschäftigten gezeigt. In einem Betriebsrats-Flugblatt, aus dem die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Dienstagausgabe) zitiert, heißt es, der neue französische Opel-Mutterkonzern PSA arbeite




