neues deutschland: Facebook-Wut kreativ nutzen: Kommentar zum Auftritt Mark Zuckerbergs vor dem EU-Parlament
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Auftritts von Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor dem Europaparlament
waren recht einhellig. So, als hätten die Kommentatoren nur die
Möglichkeit gehabt, einen Dislike-Button anzuklicken. Der Begriff
»Schmierenkomödie« wäre vielleicht noch treffender, aber sei's drum.
Letztlich vermittelte Zuckerberg den Eindruck, die Parlamentarier
sollten sich geehrt fühlen, dass sich so ein wichtiger Konzernchef
aus dem fernen Amerika die Ehre gibt, die Wogen nach dem
Cambridge-Analytica-Skandal zu glätten. Das Parlament hatte ihm dafür
die Bühne zu bereiten, ohne ihn ins Kreuzverhör zu nehmen. Das Format
war so zuckerberg-like, dass man die Veranstaltung besser hätte
platzen lassen sollen. Aber letztlich hatte sie doch ein Gutes: Statt
ganz viele neue Freunde zu gewinnen, sorgte der Facebook-Chef für
neue Verärgerung. Er zeigte auf, wie es ein digitaler Medien- und
Datenverwertungskonzern mit dem altmodisch-analogen Prinzip der
repräsentativen Demokratie hält: Alles hat nach den Spielregeln
Zuckerbergs zu laufen, dessen Kernprodukt allein mehr als vier Mal so
viele Nutzer hat wie die Europäische Union Einwohner. Wem es noch
nicht klar ist, muss spätestens jetzt einsehen, dass die Gesetzgeber
gefragt sind, diesen Allmachtsfantasien durch strenge Regulierungen
im Bereich Datenschutz und Datensicherheit sowie Besteuerung Grenzen
zu setzen. Das wäre mal eine kreative Nutzung der allgemeinen Wut
über die Zuckerberg-Show.
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Datum: 23.05.2018 - 17:57 Uhr
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