Lateinamerika: Risiko Politik(er) / Kreditversicherer Coface erwartet weitere Probleme durch Instabi

Lateinamerika: Risiko Politik(er) / Kreditversicherer Coface erwartet weitere Probleme durch Instabilität

ID: 1615112
(ots) - In den anstehenden Präsidentschaftswahlen in
Kolumbien, Mexiko und Brasilien wird die breite Unzufriedenheit mit
der Politik und den Politikern zum Ausdruck kommen. Das erwartet der
Kreditversicherer Coface. Der Coface-Index für politische Risiken
zeigt eine hohe Wahrscheinlichkeit für soziale Proteste in der
Region. "Die politische Instabilität gefährdet Aktienmärkte, bremst
die Zuversicht der Unternehmer und Verbraucher und fördert die
abwartende Haltung bei Investoren", heißt es in einem neuen
"Coface-Focus".

Im Political Risk Index berücksichtigt Coface mehrere Aspekte:
politische und soziale Stabilität, Konflikte sowie Terrorismusgefahr.
Terrorismus ist nicht das größte Problem in Lateinamerika, aber die
instabile politische und soziale Lage in Verbindung mit der
verbreiteten Korruption und Gewaltkriminalität führt zu einer großen
gesellschaftlichen Frustration. Dabei sind die makro-ökonomischen
Daten, die Coface in den Index ebenfalls einbezieht, für
Lateinamerika schwach: BIP pro Kopf, Arbeitslosigkeit, Inflation,
Einkommensunterschiede.

Beim Kriterium Konflikte schneidet Mexiko am schlechtesten ab. Die
Gewalt in den Bandenkriegen nimmt weiter zu. 2017 übertraf die
Mordrate noch die von 2011, als die Kämpfe der Drogenbanden im Land
ihren Höhepunkt erreicht hatten. Dagegen ist in Kolumbien eine
deutliche Verbesserung erkennbar. Seit die Regierung mit den
FARC-Rebellen eine Vereinbarung getroffen hat, gingen die
gewalttätigen Auseinandersetzungen deutlich zurück. Allerdings
operieren noch immer einige Guerilla-Gruppen in Kolumbien.

Das zerstörte Vertrauen in die politischen Institutionen eröffnet
Chancen für neue Kandidaten. Diese treten zumeist mit der Ankündigung
an, die Korruption zu bekämpfen. In Mexiko führt in den Umfragen der
linksgerichtete Kandidat Andrés Manuel López Obrador deutlich. Er hat


sich klar gegen private Investitionen in Industrien ausgesprochen,
die vom Staat betrieben werden. Allerdings könnte ihm die Uneinigkeit
in den Reihen seiner potentiellen Partner die Bildung einer starken
Koalition und die Unterstützung des Kongresses erheblich erschweren.
Obwohl die Brasilianer offensichtlich mit den etablierten Politikern
in ihrem Land höchst unzufrieden sind, bleibt der im wegen Geldwäsche
und Korruption verurteile Ex-Präsident Lula der Favorit für die
kommende Wahl. Er wird aber wahrscheinlich nicht antreten dürfen. Von
dem rechtlichen Streit um die Kandidatur Lulas könnte Jair Bolsonaro,
ein ehemaliger Militäroffizier, profitieren.

Die Wirtschaft Lateinamerikas wird 2018 voraussichtlich um 2,4
Prozent wachsen nach 1,1 Prozent im Vorjahr und nach zwei Jahren
Rezession davor. Zum Plus tragen die erholten Rohstoffpreise bei, die
seit 2015 gefallen waren. Die Prognose ist indes angesichts der
politischen Probleme, besonders in Brasilien und Mexiko, nicht
stabil. Denn diese könnten sich gravierend auf die Kapitalmärkte
auswirken, zu steigenden Anleihepreisen, sinkender Zuversicht bei
Unternehmen und Verbrauchern führen und so Investitions- und
Kaufentscheidungen verzögern oder verhindern.

Mehr zur aktuellen Situation in Lateinamerika und alle
Länderbewertungen: www.coface.de



Pressekontakt:
Coface, Niederlassung in Deutschland
Pressesprecher Erich Hieronimus
Tel. 06131/323-541
erich.hieronimus@coface.com
www.coface.de

Original-Content von: Coface Deutschland, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  NOZ: Bamf-Affäre: Bundesinnenminister bekommt Unterstützung aus Union Der Osten bekommt nicht, was er wählt
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.05.2018 - 09:36 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1615112
Anzahl Zeichen: 3841

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Mainz



Kategorie:

Wahlen



Diese Pressemitteilung wurde bisher 420 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lateinamerika: Risiko Politik(er) / Kreditversicherer Coface erwartet weitere Probleme durch Instabilität"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Coface Deutschland (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

"Hydration Break" am Persischen Golf: Globale Wirtschaft bleibt unter Druck / Coface stuft Risikobewertung für acht Länder herab ...
Während sich der Konflikt im Nahen Osten in eine fragile Phase der Entspannung bewegt, werden die wirtschaftlichen Folgen weltweit zunehmend spürbar. Gestörte Lieferketten, steigende Preise und wachsender finanzieller Druck belasten Unternehmen und Volkswirtschaften gleichermaßen. Vor diesem Hin

+6 Prozent: Coface hebt globale Insolvenzprognose deutlich an ...
Die globale Konjunktur gerät zunehmend unter Druck: Obwohl der seit Ende Februar eskalierende Nahostkonflikt im ersten Quartal 2026 kaum Auswirkungen auf die Insolvenzentwicklung hatte, ist die Zahl der Firmenpleiten weltweit bereits um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Vor dem Hintergru

Neue Personalchefin: Gesine Stepczynski verstärkt das Management von Coface ...
Zum 1. Mai hat Gesine Stepczynski beim internationalen Kreditversicherer Coface die Rolle als Director Human Resources für die Region Nordeuropa übernommen. In dieser Funktion ist sie Mitglied des regionalen Executive Committees. Neben Deutschland und den Niederlanden zählen die Nordischen Lände


Weitere Mitteilungen von Coface Deutschland


NOZ: Bamf-Affäre: Bundesinnenminister bekommt Unterstützung aus Union ...
Bamf-Affäre: Bundesinnenminister bekommt Unterstützung aus Union Innenpolitischer Sprecher Middelberg: "Seehofer braucht gut funktionierende Flüchtlingsbehörde" Osnabrück. Vor der Anhörung im Innenausschuss zur Bamf-Affäre bekommt Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU)

NOZ: Fall Skripal: Linke werfen Regierung Informationsverweigerung und Täuschung der Bürger vor ...
Fall Skripal: Linke werfen Regierung Informationsverweigerung und Täuschung der Bürger vor Fraktionsvize Dagdelen: "Vorverurteilung Russlands bricht zusammen" Osnabrück. Im Fall Skripal werfen die Linken im Bundestag der Regierung vor, mit ihrer Informationsverweigerung die B

NOZ: Patientenschützern warnen vor Vernachlässigung ambulanter Pflege ...
Patientenschützern warnen vor Vernachlässigung ambulanter Pflege Stiftungsvorstand Brysch fordert Ausbau des Sofortprogramms zur häuslichen Versorgung Osnabrück. Angesichts des Personalmangels bei ambulanten Pflegediensten in Niedersachsen warnt die Deutsche Stiftung Patientenschutz

Straubinger Tagblatt:Übergangsregierung in Italien - Europa kann sich warm anziehen ...
Nun soll bis zu Neuwahlen der Technokrat Carlo Cottarelli eine Regierung führen. Er stand als Sparkommissar in Diensten von Premier Matteo Renzi, war jedoch zu ambitioniert, deshalb musste er gehen. Die Italiener haben das Sparen satt, weshalb die Personalie bei vielen Wählern nicht auf Begeist


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z