neues deutschland: Berliner Bündnis will niedrige Entschädigung für Enteignung der Deutschen Wohnen
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bereitet in Berlin ein Volksbegehren zur Enteignung großer
Immobilienkonzerne wie Deutsche Wohnen, vonovia und Akelius vor. Die
vorgeschriebene Entschädigung »wird einer der Knackpunkte bei unserem
Volksbegehren sein. Das ist uns bewusst«, sagte Bündnismitglied
Rouzbeh Taheri der in Berlin erscheinenden Tageszeitung »neues
deutschland« (Freitagsausgabe) im Interview.
Entschädigt werden könne »natürlich nicht zu den Preisen, die die
Deutsche Wohnen selbst für ihre Immobilien ansetzt, sondern zu einem
deutlich niedrigeren Preis«, so Taheri weiter. Sonst würde nach
Taheris Worten »der Zweck einer Sozialisierung verfehlt«.
»Vergleichbare Immobilien, jene der landeseigenen
Wohnungsbaugesellschaften, sind in den Bilanzen etwa nur halb so hoch
bewertet. Das wäre zum Beispiel eine Grundlage«, erklärte der
Mieteraktivist.
Am Freitag lädt die Deutsche Wohnen zur Aktionärsversammlung in
Frankfurt am Main, obwohl der Konzern seinen Sitz in der
Bundeshauptstadt hat. Dort ist die Deutsche Wohnen mit rund 110.000
Wohnungen das größte Wohnungsunternehmen. »Es ist eine Flucht aus
Sorge vor zu starken Protesten, glauben wir«, sagte Taheri. »Das
nehmen wir eher als Kompliment«, so Taheri weiter. Das Bündnis ruft
trotzdem zum Protest vor der Konzernzentrale am Freitag auf. Die
Unterschriftensammlung für die erste Stufe des Volksbegehrens soll im
Herbst beginnen.
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Datum: 14.06.2018 - 13:47 Uhr
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