Kölner Stadt-Anzeiger: NRW-SPD-Fraktionschef fordert Ende von Hartz-IV - "Spirale der Armut"
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Kutschaty, hat eine große Sozialstaatsreform gefordert. "Das System
Hartz-IV verursacht Armut, Unsicherheiten und Ängste", sagte
Kutschaty dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitagausgabe). "Viele
Betroffene kommen aus dieser Spirale der Armut nicht mehr heraus.
Deswegen brauchen wir eine konsequente Alternative, die besser und
gerechter ist." Kutschaty sprach sich dafür aus, Hartz IV durch ein
"Solidaritätsgeld" zu ersetzen. "Dabei geht es mir gerade nicht
pauschal um höhere Leistungen an alle", erklärte der Politiker aus
Essen. "Wer sich in unsere Gesellschaft nicht einbringen will, darf
nicht auf mehr Geld hoffen. Aber wer dreißig Jahre lang gearbeitet
hat, darf nicht nach einem Jahr in Armut landen. Das gilt auch für
die, die durch Krankheit oder Schicksal in eine Notlage geraten."
Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es 280 000 Langzeitarbeitslose,
1,7 Millionen Hartz-IV-Empfänger und 1,2 Millionen Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer, die im Niedriglohnsektor arbeiten. Mehr als jedes
fünfte Kind in Nordrhein-Westfalen ist von Armut bedroht.
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Datum: 28.06.2018 - 18:52 Uhr
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