AfD-Politiker Höcke sieht eine "Plünderung" des Sozialstaats und will eine familienpolitische "mentale Wende"
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hat die Sozialpolitik der übrigen Parteien scharf kritisiert. "Das
Ergebnis der Politik der vergangenen Jahre ist die Auflösung des
Sozialstaats. Er wird zur Plünderung freigegeben - und das kann nicht
sein", erklärte Höcke im Fernsehsender phoenix. Der Thüringer
Parteichef fügte hinzu: "Wir müssen wieder dazu kommen, dass der
Wohlstand, der in diesem Land erarbeitet wird, in erster Linie
denjenigen zugutekommt, die ihn erarbeitet haben - und das gilt auch
für die Sozialpolitik." Die Zuwanderung der vergangenen Jahre bringe
dem Land nichts, "belastet aber unsere Sozialsysteme maximal".
Höcke machte deutlich, dass sich seine Partei verstärkt auch für
Veränderungen in der Familienpolitik einsetzen müsse, sodass sich
mehr Paare ihren Kinderwunsch erfüllen könnten und nicht aus
finanziellen Gründen darauf verzichten müssten. "Wir brauchen eine
mentale Wende im Land, weniger Konsumorientierung, weniger Egoismus
und mehr Bereitschaft, Familiensinn auch zu leben", war Höcke
überzeugt.
Der Berliner AfD Landesvorsitzende Georg Pazderski wertete die
Augsburger Eröffnungsrede des Bundesvorsitzenden Alexander Gauland
als Signal für die übrigen Parteien. "Er hat deutlich gemacht, dass
es die AfD nicht zum Nulltarif gibt", meinte Pazderski. Der
AfD-Politiker war im Übrigen überzeugt davon, dass sich die
politischen Mitbewerber in ihrer Ablehnung gegenüber seiner Partei
bewegen müssten. "Irgendwann wird man nicht umhinkommen, auch mit der
AfD zusammenzuarbeiten."
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Datum: 30.06.2018 - 15:35 Uhr
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