Urheberrecht: EU-Parlament sieht weiteren Gesprächsbedarf
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sich eine knappe Mehrheit der Europaabgeordneten dafür ausgesprochen,
die weiteren Verhandlungen mit dem Rat und der Kommission vorerst
nicht aufzunehmen. Die Empfehlungen des Rechtsausschusses sollen im
September erneut beraten werden.
"Heute ist ein schlechter Tag für Europas Kultur- und
Kreativwirtschaft", kommentiert der Vorstandsvorsitzende der GEMA,
Dr. Harald Heker. "Der Beschluss des Europäischen Parlaments schwächt
die Stellung aller Kreativschaffenden. Eine beispiellose
Desinformationskampagne hat für Verunsicherung gesorgt und das
kulturelle Wertegerüst zum Einsturz gebracht."
Im Vorfeld der Abstimmung hatten über 70 Verbände der Kultur- und
Medienwirtschaft an die Europaabgeordneten appelliert, die
Empfehlungen des Rechtsauschusses zu unterstützen. Im Internet ist in
den vergangenen Jahren eine gefährliche ökonomische Schieflage
entstanden - zulasten der Kreativschaffenden. Das breite Bündnis von
über 70 Verbänden der Kultur- und Medienwirtschaft verdeutlicht den
dringenden politischen Handlungsbedarf.
Zuletzt hatten sich rund 37.000 Kreativschaffende an der Petition
Make the Internet Fair beteiligt. Gemeinsam appellieren sie darin an
die EU-Institutionen, im Zuge der anstehenden Reform die
Online-Plattformen in die Verantwortung zu nehmen und kreative
Leistungen angemessen zu vergüten.
Das EU-Parlament wird voraussichtlich im September erneut über die
Empfehlungen des Rechtsausschusses beraten. Die EU-Mitgliedstaaten
hatten sich bereits Ende Mai auf eine gemeinsame Position für die
weiteren Verhandlungen verständigt und sich darin für rechtliche
Klarstellungen hinsichtlich der urheberrechtlichen Verantwortlichkeit
von Online-Plattformen ausgesprochen.
Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von über 72.000
Mitgliedern (Komponisten, Textdichter und Musikverleger) sowie von
über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit
eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik. Seit 2007
ist die GEMA mit einem Verbindungsbüro in Brüssel vertreten.
Pressekontakt:
Ursula Goebel, Direktorin Kommunikation
E-Mail: ugoebel@gema.de, Telefon: +49 89 48003-426
Nadine Remus, Senior Kommunikationsmanagerin
E-Mail: nremus@gema.de, Telefon: +49 89 48003-583
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Datum: 05.07.2018 - 13:14 Uhr
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