BERLINER MORGENPOST: Clan-Kriminalität wird künftig bundesweit bekämpft / Bund und Länder planen

BERLINER MORGENPOST: Clan-Kriminalität wird künftig bundesweit bekämpft / Bund und Länder planen behördenübergreifende Vernetzung

ID: 1636356
(ots) - Sperrfrist: 2. August 2018, 6.00 Uhr. Bitte
beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der Sperrfrist zur
Veröffentlichung freigegeben ist. Expertengremien von Polizei und
Kriminalämtern in Bund und Ländern arbeiten derzeit an einer
bundesweit besseren Erfassung von Straftaten polizeibekannter
Großfamilien. Das haben Recherchen der Berliner Morgenpost und des
ARD-Politikmagazins "Kontraste" vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)
ergeben. Die Sicherheitsbehörden wollen "Clan-Kriminalität" klarer
definieren und genauer zu anderen Bereichen der organisierten
Kriminalität abgrenzen, wie etwa der Mafia-Kriminalität. Damit soll
auch ein Dilemma behoben werden: Anders als bei Drogendelikten oder
Wirtschaftskriminalität gibt es zu Straftaten von Clan-Mitgliedern
noch keine polizeilichen Lagebilder. Im Herbst sollen erste
Ergebnisse der Expertentreffen vorliegen. Innenpolitiker fordern
einen harten Kurs im Umgang mit straffällig gewordenen
Clan-Mitgliedern. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte auf
Nachfrage, die Stadt werde weiterhin Kräfte bündeln und eng
vernetzen. Das bedeute "intensive Zusammenarbeit" der Behörden in
Bund und Ländern, etwa der Steuerfahndung, dem Zoll und dem
Bundeskriminalamt. Senator Geisel will aber auch Sozialämter und
Opferschutzverbände einbinden. Aus Sicht des SPD-Politikers müssten
die Behörden die Kriminellen "dort treffen, wo es ihnen richtig weh
tut: beim Geld und Eigentum". Nordrhein-Westfalens Innenminister
Herbert Reul (CDU) sagte auf Anfrage von Berliner Morgenpost und RBB,
zu den Maßnahmen gehöre auch, dass man konsequent gegen jeden Verstoß
vorgehe, selbst bei kleinsten Verkehrssünden. Innenminister Reul:
"Klar muss sein, dass unsere Gesetze gelten und nicht die des Clans."
Neben Berlin und Nordrhein-Westfalen schlagen auch andere
Bundesländer Alarm. So sind in Niedersachsen die Polizeieinsätze


gegen kriminelle Clan-Mitglieder deutlich angestiegen. 2017 rückten
Beamte insgesamt 248 zu "herausragenden Einsatzlagen mit Clan-Bezug"
aus. 2016 waren es demnach noch 143 Einsätze. "Äußert kritisch wird
die provokative und offensive Ablehnung der
freiheitlich-demokratischen Grundordnung gesehen", schrieb das
niedersächsische Innenministerium. Reporter der Berliner Morgenpost
und von "Kontraste" waren wochenlang auf den Spuren von Großfamilien
in Berlin und Nordrhein-Westfalen. Es ist ihnen gelungen, vor der
Kamera unter anderen mit einem Friedensrichter in Essen, einem
Familienoberhaupt in Dortmund oder auch einem Rapper in Berlin zu
sprechen. Zu Wort kommen außerdem Kriminalbeamte und Staatsanwälte.
Die Reporter waren mit Polizei und Ordnungsamt bei Razzien dabei,
Beamte berichten von ihren Einsätzen in Stadtteilen, in denen
einzelne Clans mehr und mehr ihre Regeln durchsetzen wollen. ("Die
Clans - Wie arabische Großfamilien in Deutschland herrschen",
Donnerstag, 2. August 2018, in "Kontraste", 21.45 Uhr im Ersten)



Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 - 878
bmcvd@morgenpost.de

Original-Content von: BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Schwäbische Zeitung: Fachkräfte kosten Geld, auch in der Pflege - Leitartikel zur Pflege Rheinische Post: NRW-Minister Stamp fordert nationale Migrationsgipfel ab September
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.08.2018 - 22:42 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1636356
Anzahl Zeichen: 3462

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 368 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"BERLINER MORGENPOST: Clan-Kriminalität wird künftig bundesweit bekämpft / Bund und Länder planen behördenübergreifende Vernetzung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

BERLINER MORGENPOST (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

"Berliner Morgenpost" Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben ...
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den

"Berliner Morgenpost": Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben ...
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den

"Berliner Morgenpost": Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben ...
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den


Weitere Mitteilungen von BERLINER MORGENPOST


Schwäbische Zeitung: Fachkräfte kosten Geld, auch in der Pflege - Leitartikel zur Pflege ...
Merkel-Kritiker, Möchtegern-Nachwuchskanzler - und nun: emsiger Gesundheitsminister im Kampf gegen den Pflegenotstand. Ob Jens Spahn lediglich sein Ehrgeiz oder die aufrichtige Sorge um Pflegebedürftige treibt, ist allerdings zweitrangig. An erster Stelle geht es darum, endlich den Pflegenots

Rheinische Post: Kommentar / Falsche Subventionen = VON MARTIN KESSLER ...
Die Elektromobilität gilt inzwischen als Allheilmittel, um die Kohlendioxid-Emissionen des Straßenverkehrs zu vermindern. Das ist nicht ganz falsch. Doch der Schluss, den die Bundesregierung daraus zieht, kostet die Steuerzahler viel Geld und bringt wenig für die Umwelt. Der neue Vorstoß der

Rheinische Post: Kommentar / Zuversicht unbegründet = VON KRISTINA DUNZ ...
Der Druck in den Koalitionsverhandlungen war groß, für mehr Ordnung in der Flüchtlingspolitik zu sorgen. Anker-Zentren hieß das Zauberwort. In diesen Ankunfts-, Entscheidungs- und Abschiebezentren werden die zuständigen Behörden für ein Asylverfahren an einem Ort zusammengeführt. Das ist

BERLINER MORGENPOST: Baustelle Bäder-Betriebe / Kommentar von Joachim Fahrun zu Berliner Bäder-Betrieben ...
Kurzform: Die Bäder-Betriebe stehen unter verschärfter Beobachtung der Politik. Senat und Abgeordnete sind unzufrieden. Zu wenig zahlt sich der gestiegene finanzielle Einsatz des Landes in Zufriedenheit der Bürger aus. Mehr Geld bei weniger Leistung, das will eine ganz große Koalition im Abg


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z