RTL/n-tv-Trendbarometer / Markus Söder Deutschlands unbeliebtester Ministerpräsident - Daniel Günther ist der Shooting-Star - CSU bundesweit nur noch bei 4 Prozent
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Wer ist Deutschlands beliebtester Ministerpräsident? forsa hat für
das RTL/n-tv-Trendbarometer über 7.000 Wahlberechtigten die Frage
gestellt: "Sind Sie mit der Arbeit Ihres Ministerpräsidenten
zufrieden oder nicht zufrieden?" Der Grüne Winfried Kretschmann
liegt nach wie vor mit großem Abstand auf Platz 1 - 74 Prozent der
Baden-Württemberger sind mit seiner Arbeit zufrieden, lediglich 22
Prozent sind nicht zufrieden. Daniel Günther, erst seit einem Jahr
Regierungschef in Schleswig-Holstein, erobert Platz 2. Zwei Drittel
der Befragten im nördlichsten Bundesland (66%) sind mit ihm
zufrieden, 26 Prozent sind nicht zufrieden. Platz 3 für den
Niedersachsen Stephan Weil (60% zufrieden, 33% nicht zufrieden).
Platz 4 für Malu Dreyer, Rheinland-Pfalz (58% zufrieden, 36% nicht
zufrieden). Platz 5 für Manuela Schwesig, Mecklenburg-Vorpommern (53%
zufrieden, 39% nicht zufrieden). Platz 6 für den Linken Bodo Ramelow
in Thüringen (53% zufrieden, 43% nicht zufrieden). Platz 7 für den
Sachsen Michael Kretschmer, seit sieben Monaten im Amt (45%
zufrie-den, 39% nicht zufrieden).
Die Regierungsarbeit der übrigen Ministerpräsidenten wird
überwiegend kritisch bewertet. Das betrifft den Hessen Volker
Bouffier (44% zufrieden, 48% nicht zufrieden), den Brandenburger
Dietmar Woidke (44% zufrieden, 46% nicht zufrieden), den
Nordrhein-Westfalen Armin Laschet (40% zufrieden, 51% nicht
zufrieden), Reiner Haseloff in Sachsen-Anhalt (39 % zufrieden, 55%
nicht zu-frieden) und den Saarländer Tobias Hans (34 % zufrieden, 37%
nicht zufrieden). 29 Prozent der Befragten allerdings können den
Christdemokraten, der erst seit vier Monaten im Amt ist, noch gar
nicht einschätzen. Die mit Abstand schlechteste Bewertung erntet der
bayerische Ministerpräsident Markus Söder: 64 Prozent seiner
Landsleute sind mit seiner Regierungsarbeit unzufrieden, nur 31
Prozent äußern sich zufrieden. Gegenüber dem Juni hat Söder sieben
Prozentpunkte an Zu-stimmung eingebüßt. In neun Bundesländern sind
die Bürger mit der Arbeit des Ministerpräsidenten zufriedener als mit
der Landesregierung insgesamt. In Bayern, Hessen und im Saarland wird
die Leistung der jeweiligen Landesregierung höher eingeschätzt als
die des Regierungschefs.
Gefragt wurde in allen Bundesländern mit Ausnahme der drei
Stadtstaaten. Der Grund: Die Regierungschefs von Berlin, Hamburg und
Bremen werden von der Bevölkerung als Bürgermeister (wie in allen
anderen urbanen Metropolen) und nicht als Ministerpräsidenten
wahrgenommen. forsa-Chef Prof. Manfred Güllner: "Der Shooting-Star
unter den Länderchefs ist Daniel Günther. Er erhält nicht nur die
höchsten Zufriedenheits-Werte aller CDU-Ministerpräsidenten, sondern
könnte auch nach Höherem streben: 42 Prozent der Schleswig-Holsteiner
und zwei Drittel der dortigen CDU-Anhänger halten ihn für geeignet,
einmal das Amt des Bundeskanzlers zu übernehmen."
CSU schadet der Union
Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer bleibt auch in der ersten
August-Woche die politische Stimmung in Deutschland weitgehend
stabil. Die Union verliert einen Prozentpunkt, die FDP legt um einen
Prozentpunkt zu. Die Werte für die anderen Parteien bleiben
unverändert. Das Abrutschen der Union wird vor allem durch die
Schwäche der CSU verursacht. Während die CDU ihr Bundestags-Ergebnis
von 2017 (26,8%) in etwa halten kann, kommen die Christsozialen
bundesweit nur noch auf etwas mehr als 4 Prozent (2017: 6,2%).
Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, ergäbe sich folgende
Stimmverteilung: CDU/CSU 31 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 18
Prozent (20,5%), FDP 10 Prozent (10,7%), Grüne 13 Prozent (8,9%),
Linke 9 Prozent (9,2%), AfD 14 Prozent (12,6%). 5 Prozent würden sich
für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 26 Prozent der
Wahlberechtigten sind unentschlossen oder würden nicht wählen
(Nichtwähler: 23,8%).
forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
"Derzeit wird wieder gern von einem 'historischen Tief' der Union
geredet. Das ist eine dramatische Überspitzung der nicht sonderlich
guten Umfragezahlen. Dabei wird gern übersehen, dass die Schwäche der
Union fast ausschließlich durch das Abrutschen der CSU verschuldet
wird. Außerdem gab es schon schlechtere Werte für die Unionsparteien:
im Februar 2000 erreichten sie zum Beispiel nur 26 Prozent (wegen
Helmut Kohls Spendenaffäre), im November 2006 nur 28 Prozent (nach
einem Jahr Kanzlerschaft Merkel)."
Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung.
Die Daten zur Zufriedenheit mit der Arbeit der Ministerpräsidenten
in den einzelnen Bundesländern wurden vom 25. Juli bis 2. August 2018
vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der
Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 7.470 Befragte. Befragt wurden
in allen Bundesländern (mit Ausnahme der drei Stadtstaaten) jeweils
mehr als 500, in Bayern mehr als 1.000 Wahlberechtigte. Statistische
Fehlertoleranz: 3 bis 4 Prozentpunkte.
Die Daten zur Parteienpräferenz wurden vom 30. Juli bis 3. August
2018 vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der
Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.508 Be-fragte. Statistische
Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.
Pressekontakt:
Mediengruppe RTL Deutschland, Kommunikation n-tv
Alessia Maier
Telefon: 0221 - 45674103
e-mail: alessia.maier@mediengruppe-rtl.de
Ansprechpartner bei forsa:
Dr. Peter Matuschek
Telefon 030 - 62882442
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Datum: 06.08.2018 - 07:55 Uhr
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