Auch in 2018 weiter dynamischer Anstieg der Ausbildungsvergütungen im Zahntechniker-Handwerk
ID: 1638805
Die Steigerungen sind zwar beeindruckend, das absolute Vergütungsniveau befindet sich aber selbst im Vergleich zum übrigen Handwerk weiterhin auf den hintersten Plätzen. Die Unterschiede in den Regionen sind dabei je nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit noch erheblich und insbesondere zwischen Ost und West unterschiedlich. So liegen die Empfehlungen für Auszubildende der Zahntechnik im 4. Ausbildungsjahr in Hamburg bei 900 Euro, in Niedersachsen bei 895 Euro, jedoch in Westsachsen bei gerade 610 Euro. Im abwanderungsfreudigen Mecklenburg-Vorpommern wurde in diesem Jahr ein Zeichen gesetzt, für Auszubildende im 4. Ausbildungsjahr beträgt der Empfehlungssatz nun 800 Euro.
"Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist ein wichtiger Aspekt, der umso bedeutender wird, je intensiver die Konkurrenz zwischen den Branchen um junge Menschen wird. Entscheidender und daher unverzichtbar sind jedoch attraktive Ausbildungsbedingungen, das heißt eine Ausbildung für ein modernes Berufsbild in gut ausgestatteten Berufsschulen und hochqualifizierten und ausbildungswilligen Meisterbetrieben. Daher wird der VDZI das Berufsbild und die Ausbildungsordnung mit den zuständigen Partnern modernisieren und auf die Anforderungen der Zukunft ausrichten", so Heinrich Wenzel, zuständiges Vorstandsmitglied im VDZI.
Das wirtschaftliche Umfeld sieht der VDZI für die zahntechnischen Meisterbetriebe weiter als schwierig an. Nach wie vor sei das Problem, dass bei den, gegenwärtig mit den Krankenkassen vereinbarten und von den Patienten und Zahnärzten akzeptierten, Preisen keine für alle Mitarbeiter erforderlichen konkurrenzfähigen Löhne gezahlt werden können.
Zahntechniker werden in den Meisterlaboren flächendeckend gebraucht. Daher müssen auch die finanziellen Anreize für junge Menschen verbessert werden, damit diese nicht in die Metropolen und dort in andere Berufe abwandern, sondern vor Ort die zahntechnische Versorgung sichern. Bereits aus diesem Grund ist eine verstärkte Ausbildung notwendig, um die erheblichen Wechselverluste auszugleichen, die entstehen, weil immer mehr Branchen mit Fachkräfteknappheit die qualifizierten Zahntechniker mit höheren Löhnen abwerben.
Insofern sieht der VDZI in den Erhöhungen der Ausbildungsvergütungen einen notwendigen, aber nicht ausreichenden Baustein, um dem bereits in einigen Regionen vorhandenen Fachkräftemangel zu begegnen und damit die Versorgungsstrukturen zu sichern.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 10.08.2018 - 13:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1638805
Anzahl Zeichen: 3125
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Bildung & Beruf
Diese Pressemitteilung wurde bisher 620 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Auch in 2018 weiter dynamischer Anstieg der Ausbildungsvergütungen im Zahntechniker-Handwerk"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die vom Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD beschlossenen Reformvorschläge enthalten zahlreiche Maßnahmen zum Abbau bürokratischer Belastungen für Unternehmen. Aus Sicht des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) können insbesondere die angekündigte Reduzierung von Berichts- und
Gesundheitshandwerke setzen erfolgreiche Kooperation fort ...
Die Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke führt ihre erfolgreiche Zusammenarbeit konsequent fort: Im Rahmen der diesjährigen Klausurtagung unterzeichneten die fünf beteiligten Verbände eine neue fünfjährige Kooperationsvereinbarung für den Zeitraum 2027 bis 2031 und setzen damit ein st
GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz gefährdet zahntechnische Versorgung und mittelständische Strukturen ...
Der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) kritisiert zentrale Regelungen im Gesetzentwurf der Bundesregierung für ein GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG). In seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf warnt der VDZI vor erheblichen Folgen für die zahntechnische Versorgung, die wir
Weitere Mitteilungen von Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI)
In den Städten spielt die Vertriebs-Musik ...
Ohne versierte Verkäufer nützt das beste Produkt nichts. Der Fachkräftemangel macht aktuell aber auch vor dem Vertrieb nicht halt. Entsprechend gute Chancen sollten Vertriebs- und Verkaufsprofis auf dem deutschen Arbeitsmarkt haben. Dass es allerdings große Unterschiede zwischen ländlichen Regi
"Connecting Minds - innovative Hochschulen gestalten digitale Zukunft": Auftakt der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz ...
Was bedeutet Digitalisierung in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen? Wie verändert sie unser Leben? Zukunftsvisionen hierzu auf kreative Weise sichtbar zu machen, ist eins der gesteckten Ziele des Verbundvorhabens Offene Digitalisierungsallianz Pfalz, das am 9. August seinen Auftakt auf
Anregung und Tipps für die berufliche Zukunft ...
Die Projektwoche für technisch-naturwissenschaftlich-interessierten Mädchen ging mit dem Workshop ?Coaching4future? im BIZ der Agentur für Arbeit in Schwäbisch Hall zu Ende. Die Veranstalterinnen Monika Kreh von der Lernenden Region Heilbronn-Franken und Susanne Ehrmann von der Agentur für Arbe
Hitze als prüfungsrechtliches Problem ...
Hitze als prüfungsrechtliches Problem Angesichts der lang andauernden Hitze über Deutschland war es nur eine Frage der Zeit, bis dieser Zustand prüfungsrechtlich ein Problem werden würde - allerdings dieses Mal nicht im Nachhinein in einem Einzelfall nach einer nichtbestandenen Prüfung - son




