neues deutschland: Offener Brief der Beschäftigten: Berliner U-Bahn in sehr prekärer Situation
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Fahrer und Leitstellenmitarbeiter:p Diese Missstände prangert der
Personalrat der Berliner U-Bahn in einem Offenen Brief an den
Vorstand der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) an, über den die in
Berlin erscheinende Tageszeitung »neues deutschland«
(Donnerstagsausgabe) berichtet. »Wir, die Arbeitnehmervertretungen
des Unternehmensbereiches U-Bahn, machen uns ernsthafte Gedanken über
die Zukunft unserer U-Bahn in Berlin«, so beginnt das Schreiben, das
auch an die BVG-Aufsichtsratsvorsitzende, Wirtschaftssenatorin Ramona
Pop (Grüne), gerichtet ist.
»20 Dienste können täglich im Schnitt personalbedingt nicht
besetzt werden«, heißt es im Offenen Brief, dazu fielen »auch wegen
Fahrzeugmangels«, dutzende weitere Dienste aus. Im Kleinprofil, was
die ältesten Berliner U-Bahnlinien U1 bis U4 umfasst, gebe es enorme
Probleme, »um überhaupt auch nur annähernd den Fahrplan zu
gewährleisten«.
Nicht nur der überalterte und in der wachsenden Stadt zu knappe
Fuhrpark bereitet Probleme, so der Personalrat. Im Schienennetz der
U-Bahn gebe es »wegen ausstehender Gleissanierungen« viele
Langsamfahrstellen. Wegen Wassereinbrüchen seien »umfangreiche
Tunnelsanierungen« notwendig.
Beklagt werden auch die Arbeitsbedingungen, so »Dienstplan- und
Schichtgestaltungen, die in keiner Weise zur Motivation der
Kollegen/innen im Unternehmensbereich U-Bahn geführt haben«. Die
permanenten »Zugschäden, ständige Taktveränderungen und
Fahrzeugkürzungen« seien eine enorme »Last und Stress« für die
Fahrer.
»Wir werden heute noch antworten und ein Gespräch anbieten«, heißt
es in einer ersten Reaktion von BVG-Sprecherin Petra Reetz auf
nd-Anfrage.
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Datum: 15.08.2018 - 11:17 Uhr
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