Rheinische Post: Richterbund wirft NRW-Innenminister Reul Angriff auf die Justiz vor
ID: 1640275
Jens Gnisa, hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) wegen dessen
Reaktion auf den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Münster im
Fall Sami A. scharf kritisiert. Der Düsseldorfer "Rheinischen Post"
(Freitag) sagte Gnisa: "Aus guten Gründen haben wir in der
Bundesrepublik die Gewaltenteilung. Zu einer funktionierenden
Demokratie gehört eine unabhängige Justiz. Es ist nicht zuträglich,
wenn diese durch Aussagen eines Innenministers angegriffen wird."
Reul hatte am Mittwoch der "Rheinischen Post" gesagt: "Die
Unabhängigkeit von Gerichten ist ein hohes Gut. Aber Richter sollten
immer auch im Blick haben, dass ihre Entscheidungen dem
Rechtsempfinden der Bevölkerung entsprechen." Reul bezweifelte, dass
dies im Fall Sami A. so gewesen sei: "Wenn die Bürger
Gerichtsentscheidungen nicht mehr verstehen, ist das Wasser auf die
Mühlen der Extremen." Der Richterbund-Vorsitzende Gnisa rät
gleichwohl, die Diskussion zu versachlichen: "Alle Beteiligten der
Diskussion sollten jetzt konfliktauflösend wirken." Gnisa sagte: "Die
breite Empörung und das Erstaunen über die Entwicklung im Fall Sami
A. bei den Bürgern kann ich persönlich nachvollziehen." Zum Fall
selbst äußerte er sich nicht, weil der Deutsche Richterbund keine
unabhängigen Entscheidungen von Gerichten kommentiere.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.08.2018 - 10:57 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1640275
Anzahl Zeichen: 1692
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 113 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Richterbund wirft NRW-Innenminister Reul Angriff auf die Justiz vor"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er
Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten
NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock
Weitere Mitteilungen von Rheinische Post
Kubicki sieht im Fall Sami A. Rechtsstaat bedroht ...
Der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki sieht im Fall um die rechtswidrige Abschiebung von Sami A. den Rechtsstaat in Gefahr. Er schloss sich am Donnerstag im Inforadio des rbb der Kritik der Präsidentin des Oberverwaltungsgerichts Gelsenkirchen, Ricarda Brandts, an den zuständigen
Brüderle: "Wir brauchen den Spurwechsel" / Niemand kann auf gut integrierte Fachkräfte verzichten - bpa Arbeitgeberverband zu Forderungen zum Einwanderungsgesetz ...
Zur Forderung von Ministerpräsident Daniel Günther, mit einem Einwanderungsgesetz auch abgelehnten, aber gut integrierten Asylbewerbern einen Weg auf den deutschen Arbeitsmarkt zu eröffnen, erklärt der Präsident des bpa Arbeitgeberverbands, Rainer Brüderle: "Wir müssen abgelehnten,
Kölner Stadt-Anzeiger: NRW-Innenminister sieht Gladbeck als "Weckruf für NRW-Polizei" - Reul räumt schwere Fehler ein ...
NRW-Innenminister Herbert Reul hat schwere Fehler der NRW-Polizei im Umgang mit dem Gladbecker Geiseldrama eingeräumt. "Anders als die Verantwortlichen in der Politik haben die Verantwortlichen in der Polizei aus Gladbeck relativ schnell ihre Lehren gezogen", sagte der CDU-Politiker d
Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu der ungerechten Verteilung von Mietpreisen in Studentenwohnheimen: ...
Ist es gerecht, von allen Studierenden, unabhängig von ihrem sozialen Status, denselben Betrag für ein Zimmer im Studentenwohnheim zu verlangen? Sollte nicht der mehr zahlen, der mehr hat? Die Frage ist berechtigt, die Tücken lauern im Detail: Auf welche Nachweise stützt sich eine Wohlhabende




