Heilbronner Stimme: Alfred Grosser zu Chemnitz: Die Zivilgesellschaft muss lauter werden
ID: 1644703
Politikwissenschaftler Alfred Grosser sorgt sich um die Demokratie in
Deutschland. Der 93-Jährige sagte der "Heilbronner Stimme" (Freitag)
zu den Ereignissen von Chemnitz und dem Aufmarsch von Rechtsextremen:
"Die Auswüchse von Chemnitz sind eine Katastrophe. Die
Ausländerfeindlichkeit, die sich hier ausdrückt, ist beängstigend.
Das man in diesem Ausmaße Leute angreift, nur weil sie Ausländer
sind, ist eine neue, schreckliche Entwicklung." Er fügte hinzu:
"Besonders schlimm ist: Viele Menschen sagen, sie seien gegen die
Nazis, aber sie defilieren mit ihnen."
Grosser hofft auf mehr Widerstand gegen Rechts: "Die
Zivilgesellschaft muss lauter werden gegen Rechts. Ich würde mir ein
sehr deutliches Widersprechen wünschen, um zu zeigen, dass man da
nicht mitmacht. Bislang höre ich aber viel zu wenig. Außerdem sollten
sich alle demokratischen Politiker deutlich von solchen Hetzjagden
distanzieren. Aber das haben bislang noch nicht alle getan."
Der Soziologe glaubt, dass viele Menschen heute sogar Angst
hätten, für ihre "Fremdenfreundlichkeit kritisiert zu werden".
Grosser: "Das erinnert mich aber an frühere Zeiten. Man ist dagegen,
aber man schweigt und macht damit mit. Das ist echtes Mitläufertum."
Grosser betonte: "Wenn wir unsere Grundwerte missachten, dann ist
die Demokratie in Gefahr." Und weiter: "Die in der französischen
Revolution erkämpften Werte Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit
müssen bewahrt werden." Er begrüße den Aufruf des EKD-Ratspräsidenten
Heinrich Bedford-Strohm, der die Deutschen zu mehr Zivilcourage
aufgefordert hat.
Pressekontakt:
Heilbronner Stimme
Chefredaktion
Telefon: +49 (07131) 615-794
politik@stimme.de
Original-Content von: Heilbronner Stimme, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 31.08.2018 - 07:37 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1644703
Anzahl Zeichen: 2063
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Heilbronn
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 360 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Heilbronner Stimme: Alfred Grosser zu Chemnitz: Die Zivilgesellschaft muss lauter werden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Heilbronner Stimme (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
In der Debatte über neue Corona-Maßnahmen im kommenden Herbst warnt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stephan Tromp, vor scharfen Restriktionen. Tromp sagte der "Heilbronner Stimme": "Die Zeit für radikale Maßnahmen, deren Nutzen
Kritik an Rheinmetalls "Panther" / Sevim Dagdelen: Panzer mit Wehrmachtsnamen zeugt von Geschichtsvergessenheit / Historiker Wolffsohn: Namenswahl unpassend ...
Die Namensgebung für den neuen Rheinmetall-Kampfpanzer "KF51 Panther" stößt auf Kritik. Einen Panzer namens Panther gab es auch schon in der Wehrmacht - massenhaft eingesetzt im Zweiten Weltkrieg. Sevim Dagdelen, Obfrau der Linkspartei-Fraktion im Auswärtigen Ausschuss des Bundestage
Grünen-Mitbegründer Ströbele mahnt: Kein Automatismus bei Lieferung schwerer Waffen ...
Grünen-Mitgründer Hans-Christian Ströbele mahnt zu mehr Augenmaß in der Debatte über die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Ströbele sagte der "Heilbronner Stimme": "Es darf keinen Automatismus bei der Lieferung schwerer Waffen geben." Der langjährige Bundestagsab
Weitere Mitteilungen von Heilbronner Stimme
Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Politik Orthopäde verschreibt Staatssekretär Luxuskarosse ...
Sachsen-Anhalts Kultur-Staatssekretär Gunnar Schellenberger (CDU) darf in einen größeren Dienstwagen umsteigen. Wie die Mitteldeutsche Zeitung (Freitagsausgabe) berichtet, stellt das Land ihm einen BMW 730d zur Verfügung. Diese Fahrzeugklasse ist sonst ausschließlich Ministern vorbehalten.
Rheinische Post: Gesetzentwurf zur Organspende: Bessere Organisation, mehr Geld ...
Mit klaren Organisationsstrukturen und einer besseren Vergütung für die Kliniken will Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Zahl der Organspenden in Deutschland erhöhen. Dies geht aus einem Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums hervor, der der Düsseldorfer "Rheinischen Pos
Rheinische Post: Kommentar: Leben retten mit Organspende ...
Die Vertrauenskrise nach dem großen Organspendenskandal ist zum Glück ausgestanden. Mehr Menschen sind wieder bereit, sich im Todesfall ihre Organe entnehmen zu lassen, um anderen Menschen das Leben zu retten. Allerdings lassen die Kliniken zu oft Chancen verstreichen, eine Organspende auf den
Rheinische Post: Kommentar: Der Rechtsstaat geht vor ...
Der Ministerpräsident sagt, die von Rot-Grün 2016 gefasste Leitentscheidung zur Braunkohle sei Rechtsgrundlage für die Abholzung des Hambacher Forsts. Die Grünen im Landtag bestreiten das und machen von der SPD gefasste Beschlüsse aus den frühen 1990-er Jahren dafür verantwortlich. Am Ergeb




