Rheinische Post: GdP: Straftaten bei Fußballspielen gestiegen
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Nordrhein-Westfalen schätzt die Sicherheitslage rund um Fußballspiele
im bevölkerungsreichsten Bundesland als "konstant angespannt" ein.
Das sagte der GdP-Landesvorsitzende Michael Mertens der Düsseldorfer
"Rheinischen Post" (Mittwoch). Für die gerade begonnene
Bundesliga-Saison sieht Mertens "eine erhebliche Belastung auf uns
zukommen". Das liege zum einen an den abgebrochenen Gesprächen
zwischen den Fanszenen, dem Liga-Verband DFL und dem Deutschen
Fußballbund (DFB). "Da ist mit entsprechenden Reaktionen zu rechnen,
zum Beispiel in Form von verstärktem Gebrauch von Pyrotechnik", sagte
Mertens. Als weiteren Grund nannte er den Abstieg des 1. FC Köln in
die zweite Bundesliga und die daraus folgenden Montagsspiele.
Mertens: "Wir haben insgesamt fünf Vereine in der zweiten Liga und
müssen nun nahezu jede Woche sieben Tage am Stück Fußballspiele
begleiten." Die Ausschreitungen nach dem ersten Heimspiel der Kölner
gegen Union Berlin bezeichnete Mertens als einen "nicht gerade
hoffnungsvollen Auftakt". Kölner Hooligans hatten einen Bus mit
Gästefans massiv attackiert, 28 Personen wurden vorläufig
festgenommen.
Schon in der vergangenen Saison 2017/2018 hatte sich die Zahl der
eingeleiteten Ermittlungsverfahren rund um die Heimspiele des 1. FC
Köln mehr als verdoppelt. Insgesamt erfasste die Polizei 324
mutmaßliche Straftaten, in der Vorsaison lag dieser Wert noch bei
156. "Diese Steigerung ist vor allem mit einer deutlich gestiegenen
Gewaltaffinität in der Fanszene zu erklären", sagte ein Sprecher der
Polizei Köln.
Insgesamt ist die Zahl der Straftaten in der Bundesliga-Saison
2017/2018 an acht Standorten gestiegen: In München (+15%), Köln
(+108%), Leipzig (+5%), Stuttgart (+14%), Berlin (+79%), Mainz
(+161%), Freiburg (+30%) und Hamburg (+31%). Gleichzeitig sank der in
sieben Städten: Gelsenkirchen (-11%), Hoffenheim (-22%), Frankfurt
(-54%), Bremen (-15%), Augsburg (-36,4%), Mönchengladbach (-31%) und
Leverkusen (-20%). Das ergab eine Umfrage der "Rheinischen Post" bei
den Polizeistellen aller 18 Bundesliga-Standorte. Wolfsburg, Hannover
und Dortmund wollten für die vergangene Saison keine Angaben zu den
eingeleiteten Ermittlungsverfahren machen.
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Datum: 04.09.2018 - 13:38 Uhr
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