Rheinische Post: KOMMENTAR Der Preis für Syrien
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Nach dem Gipfel von Teheran treibt der syrische Bürgerkrieg in
Idlib einem blutigen Höhepunkt entgegen. Für Europa rückt damit nach
mehr als sieben Jahren Krieg in Syrien die Stunde der Wahrheit näher.
Deutschland und andere europäische Staaten werden bald schwierige
Entscheidungen treffen müssen, um die sie sich bisher herumgedrückt.
Europa hat sich aus dem Krieg in Syrien herausgehalten. Trotzdem wird
es einen hohen Preis zu zahlen haben. Erstens dürften wir wohl keine
andere Wahl haben, als uns mit Diktator Baschar al Assad zu
arrangieren, auch wenn dieser das Blut von Hunderttausenden an den
Händen hat. Zweitens wird Europa vor der Wahl stehen, neue
Fluchtwellen zu riskieren - oder zu zahlen. Assads Schutzmacht
Russland fordert vom Westen schon jetzt Milliardensummen für den
Wiederaufbau von Syrien. Es wird also höchste Zeit, sich darauf
vorzubereiten. Geschieht das nicht, werden die Europäer von einer
Entwicklung ausgeschlossen bleiben, die sie zwar wegen der
Flüchtlingsproblematik und der russischen Machtausbreitung
unmittelbar berührt, auf die sie aber keinerlei Einfluss haben.
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Datum: 07.09.2018 - 22:36 Uhr
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