Klimaschutz adé: Deutsche Umwelthilfe kritisiert Regierung für ihren industriefreundlichen Kurs bei CO2-Flottengrenzwerten
ID: 1654135
Prozent CO2-Minderung bei Pkw bis 2030 ist ein fauler Kompromiss -
Die Ansage der Regierung bedeutet eine klare Niederlage für das
SPD-geführte Bundesumweltministerium - Abermals zeigt sich, dass die
Industrie die Richtung bestimmt und welch geringen Stellenwert
Klimaschutzvorgaben haben - Statt nur 30 Prozent Minderung bis 2030
im Vergleich zu 2021 wären 70 Prozent Minderung nötig, um
Klimaschutzzielen gerecht zu werden
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Bundesregierung für
ihre Position zu EU-weit geltenden CO2-Flottengrenzwerten scharf.
Nachdem der EU-Umweltausschuss für eine Minderung von 45 Prozent bis
2030 votiert, liegt Deutschlands Position bei lediglich 30 Prozent.
Weder kann von einem Kompromiss die Rede sein, noch von einem
Vorschlag, der ehrgeizig genug ist, um den Klimaschutzzielen gerecht
zu werden.
Dazu Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der
DUH: "Abermals werden wir Zeuge eines faulen Deals zwischen den
Ministern Altmaier, Scholz und Scheuer und der Automobilindustrie.
Einmal mehr, wie schon bei sogenannten Dieselgipfeln, bleiben die
Umwelt- und Verbraucherschutzverbände außen vor. Die deutsche
Regierung handelt wider besseren Wissens und Gewissens, denn klar
ist, dass so die Klimaziele im Verkehr definitiv nicht erreicht
werden. Das kurzsichtige Handeln der Regierung zu Gunsten weiterer
Gewinnmaximierung der Automobilhersteller wird den deutschen
Steuerzahler Milliarden kosten, wenn Verschmutzungszertifikate
zugekauft werden müssen."
Bundesumweltministerin Svenja Schulze sollte sich vehement gegen
diese Entscheidung stemmen, sodass sie im EU-Umweltministerrat für
ein tatsächlich wirkungsvolles Ziel abstimmen kann. Schließlich nimmt
Deutschland mit seiner Position am Verhandlungstisch eine
Schlüsselrolle ein, die auch eine Signalwirkung für andere Länder
hat.
Hintergrund:
Die EU-Kommission schlägt vor, den CO2-Ausstoß für Neuwagen bis
2025 nur um 15 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent im Vergleich zu
2021 zu senken. Aus Sicht der DUH sind 35 Prozent reale Minderung bis
2025 und 70 Prozent Minderung bis 2030 im Vergleich zu 2021
notwendig, um den Klimaschutzzielen gerecht zu werden.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze fordert eine Minderung von 45
Prozent bis 2030. Am 10. Oktober 2018 stimmt der EU-Umweltministerrat
ab.
Pressekontakt:
Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de
DUH-Pressestelle:
Andrea Kuper, Ann-Kathrin Marggraf
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe
Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.09.2018 - 14:44 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1654135
Anzahl Zeichen: 3115
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Bundesregierung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 249 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Klimaschutz adé: Deutsche Umwelthilfe kritisiert Regierung für ihren industriefreundlichen Kurs bei CO2-Flottengrenzwerten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Umwelthilfe e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
- Karten und Berechnungen zeigen potenziell betroffene Fläche und gefährdete Adressen für alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte - Hohes Risiko für schwere Schäden bei Jahrhunderthochwasser: Hochwasser-Risikograd auf Landkreisebene zeigt deutlichen Handlungsdruck im gesamten Bundesgebi
Pressezitat: Fast drei Viertel der Biogasanlagen in Deutschland mit erheblichen Mängeln: Deutsche Umwelthilfe warnt vor klimaschädlichen Methan-Lecks und Behördenversagen ...
Ein Bericht der Kommission für Anlagensicherheit (KAS) zeigt, dass Sicherheits- und Umweltstandards für Biogasanlagen vielerorts nicht eingehalten werden: Rund 71 Prozent der überprüften Anlagen weisen erhebliche Mängel auf. Dazu zählen undichte Gassysteme, fehlende oder überfällige Dichthei
Katastrophales Gebäudemodernisierungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe bereitet Verfassungsbeschwerde vor ...
Trotz breiter Kritik hat der Bundestag heute das Gebäudemodernisierungsgesetz verabschiedet. Statt auf wirksamen Klimaschutz wird auf teure sogenannte grüne Gase gesetzt und damit fossile Gasinfrastruktur weiter verfestigt. Das Gesetz widerspricht aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) den gese
Weitere Mitteilungen von Deutsche Umwelthilfe e.V.
Stuttgarter Zeitung: Nach Kauders Abwahl: CDU-Abgeordnete fordert Bundesministerposten für Baden-Württemberger ...
Nach der Abwahl von Unionsfraktionschef Volker Kauder werden Stimmen in der Südwest-CDU laut, dass sich der Landesverband nun an anderer Stelle Geltung verschaffen muss. "Bei der nächsten Kabinettsumbildung wird Baden-Württemberg Ansprüche stellen müssen", sagte die Stuttgarter Bu
ZDF-Magazin "Frontal 21": Mesale Tolu zu Erdogan-Besuch in Deutschland / "Dialog aufrechterhalten" aber "keine Unterstützung der Alleinherrschaft" (FOTO) ...
Vor dem Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan warnt die deutsche Journalistin Mesale Tolu, dass die Bundesregierung "der Türkei viele Versprechungen macht" und Erdogans "Alleinherrschaft unterstützt". In einem Interview mit dem ZDF-Magazin "Fronta
OB von Flensburg Simone Lange: SPD kann sich in der Koalition nicht profilieren ...
Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) sieht den Fortbestand der Großen Koalition nach dem Kompromiss im Fall Maaßen erst einmal gesichert. "Am Ende ist herausgekommen, was schon am Anfang hätte herauskommen sollen", sagte Lange am Montag im inforadio des rbb. J
Studie: Nur jeder vierte Mittelständler ist mit Wirtschaftspolitik der Bundesregierung zufrieden / Zwei von drei Industrieunternehmen rechnen noch für dieses Jahr mit einer Konjunkturabkühlung ...
Nachdem die neue Bundesregierung jetzt rund ein halbes Jahr im Amt ist, zieht der industrielle Mittelstand eine erste Zwischenbilanz. Danach sind nur 26 Prozent der Befragten mit der aktuellen Wirtschafts- und Mittelstandspolitik zufrieden. Gut jedes fünfte Unternehmen bewertet die Leistung der




