50.000 demonstrieren am Hambacher Wald für schnellen Kohleausstieg - Gemeinsame Pressemitteilung von Initiative Buirer für Buir, BUND, Campact, Greenpeace, NaturFreunde Deutschlands
ID: 1657547
Hambacher Wald friedlich für einen schnellen Kohleausstieg und gegen
die Zerstörung des Waldes. Es ist die bislang größte
Anti-Kohle-Demonstration im Rheinischen Revier. Wegen Staus und
Überlastung der Bahn kam es zu Verzögerungen bei der Anreise. Noch
bis zum späten Nachmittag werden tausende Menschen am Wald ankommen.
Die Veranstalter der Großdemonstration, die Initiative Buirer für
Buir, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND),
Campact, Greenpeace und die NaturFreunde Deutschlands, forderten
gemeinsam mit den Teilnehmern von der Bundesregierung einen zügigen
Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle und von dem Energiekonzern
RWE einen Komplettverzicht auf die geplante Rodung des Hambacher
Waldes. Noch gestern musste das Demo-Bündnis die Genehmigung für die
Kundgebung mit einem Eilantrag gerichtlich einklagen.
Die Demonstration verlief wie die überwiegende Mehrheit der
Proteste rund um den Hambacher Wald friedlich, viele Familien mit
Kindern waren gekommen. Bekannte Künstler wie die Band Revolverheld
unterstützten die Großdemonstration.
Auch online sprechen sich immer mehr Menschen für entschlossenen
Klimaschutz und gegen die Abholzung des Waldes aus. Mehr als 800.000
Menschen unterstützen bereits den Online-Appell "Hambacher Wald:
Retten statt roden".
ZITATE der Redner/innen:
Antje Grothus, Initiative Buirer für Buir: "Gerichte mussten
durchsetzen, was eigentlich Aufgabe der Politik ist, nämlich
wertvolle Natur zu schützen vor den rücksichtslosen und
rechtswidrigen Plänen eines Energiekonzerns. Die Sturheit von RWEs
Kohlepolitik und der Beistand der Landesregierung haben Deutschland
international blamiert. Jetzt muss die Bundesregierung die letzten
Reste des deutschen Klimarufs retten und den Kohleausstieg sehr
ambitioniert angehen."
BUND-Vorsitzender Hubert Weiger:
"Wir haben heute ein starkes Signal der Zivilgesellschaft für
einen schnellen Kohleausstieg gesendet. Trotz aller Versuche von RWE
und der NRW-Landesregierung den Protest unmöglich zu machen, haben
sich Tausende für mehr Klimaschutz stark gemacht. Jetzt gibt es ein
Zeitfenster in der Kohlekommission, einen großen gesellschaftlichen
Kompromiss für den schnellen Kohleausstieg und für zukunftsfähige
Arbeitsplätze in den betroffenen Regionen zu verhandeln."
Christoph Bautz, Geschäftsführender Vorstand von Campact: "RWE und
die Regierung Laschet haben mit ihrer Ignoranz und Arroganz im
Hambacher Wald eine krachende Niederlage erlitten - ein riesiger
Erfolg für die Klimaschutz-Bewegung. Doch das war erst der Auftakt:
Noch nie haben so viele Menschen für den Ausstieg aus dem Klimakiller
Braunkohle demonstriert. Jetzt lassen wir nicht mehr locker, bis die
Bagger endlich still stehen und die Schlote nicht mehr rauchen."
Martin Kaiser, Greenpeace-Geschäftsführer: "Dieser Tag zeigt, wie
stark die Klimabewegung inzwischen geworden ist. Sie hat RWEs
rücksichtslose Kohlepläne gestoppt und sendet damit ein klares Signal
Richtung Berlin: Hunderttausende Menschen wollen, dass der Ausstieg
aus der Kohle schon heute beginnt. Kein Wald, kein Dorf, keine Kirche
dürfen mehr für klimaschädliche Kohle geopfert werden. Nun kann die
Kohlekommission endlich ohne RWEs Störfeuer an ihrem Auftrag
arbeiten. Sie muss bis Ende des Jahres einen Plan vorlegen, wie
Deutschland seine Energieversorgung schnell genug modernisiert, um
die Pariser Klimaziele zu erreichen und den Menschen in den Revieren
dabei eine Zukunftsperspektive zu bieten."
Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands:
"Es geht hier um viel mehr als allein den Hambacher Wald. Wir
brauchen den schnellen Kohleausstieg und insgesamt das Ende des
fossilen Zeitalters, denn die Menschheit ist auf dem Weg in die
ökologische Selbstvernichtung. Niemand kann die Gesetze der Natur
ignorieren. In der Kohlekommission darf es bei den Ausstiegsfristen
nicht um irgendeinen Deal gehen. Im Klimaschutz muss das Notwendige
und nicht nur das scheinbar Mögliche getan werden."
____
Weitere Informationen zur Demo: www.stop-kohle.de . Erste Bilder
(weitere folgen) verfügbar unter
https://media.greenpeace.org/collection/27MZIFJWHD7VJ oder Tel.
0151-14076819
Pressekontakte:
BUND: Dirk Jansen, Geschäftsleiter BUND NRW, Mobil: 0172-2929733,
E-Mail: dirk.jansen@bund.net
Campact: Olga Perov, Mobil: 0151-52582390, E-Mail:
perov@campact.de
Greenpeace: Gregor Kessler, Mobil: 0151-72702918, E-Mail:
gregor.kessler@greenpeace.de
NaturFreunde: Michael Müller, Bundesvorsitzender, Tel.:
0172-2462125, E-Mail: mueller@naturfreunde.de
Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.10.2018 - 14:23 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1657547
Anzahl Zeichen: 5350
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin/Buir
Kategorie:
Umweltpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1688 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"50.000 demonstrieren am Hambacher Wald für schnellen Kohleausstieg - Gemeinsame Pressemitteilung von Initiative Buirer für Buir, BUND, Campact, Greenpeace, NaturFreunde Deutschlands"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Greenpeace e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
30. 6. 2026 - Die Zahl der überalterten und schlecht gewarteten Tanker, die russisches Rohöl durch deutsche Gewässer transportieren, ist in den vergangenen Monaten sprunghaft gestiegen, zeigt eine neue Greenpeace-Recherche. Zwischen dem 6. März und dem 16. Juni wählten 42 von insgesamt 136 Tank
Tempo 30 – für sichere Straßen ...
Hamburg (voices) Marissa Reiserer, Mobilitäts-Expertin (Greenpeace) zum Themen-Impuls: Tempo 30: kleines Schild, große Debatte – wie viel Verkehrswende steckt wirklich drin?. Pressekontakt: Gregor Kessler gregor.kessler@greenpeace.org Copyright: Greenpeace e.V. / Die Verwendung dieses Vi
37 Millionen Euro pro Tag: Ölkonzerne kassieren während Waffenruhe im Irankrieg noch mehr ab / Greenpeace-Berechnung: Konzerne geben gesunkenen Rohölpreis an der Zapfsäule nicht weiter ...
Hamburg, 13. 4. 2026 - Die Übergewinne der Ölkonzerne sind während der Waffenruhe zwischen den USA und Iran weiter deutlich gestiegen. Weil die Konzerne nach dem Ende der Kampfhandlungen die gesunkenen Rohölpreise nicht an die Kundschaft weitergaben, schnellten ihre Gewinne in Deutschland um ein
Weitere Mitteilungen von Greenpeace e.V.
Gemeinsame Presseerklärung der Umweltverbände/ Großdemonstration am 6. Oktober für den Erhalt des Hambacher Waldes: Deutlich mehr als 20.000 Teilnehmende erwartet ...
Deutlich mehr als 20.000 Teilnehmende erwarten die Organisatoren bei der Großdemonstration am Samstag, dem 6. Oktober, am Hambacher Wald. Aufgrund des überwältigenden Zuspruchs wird der ursprünglich geplante Demonstrationszug nun als zentrale Protestveranstaltung ab 12:00 Uhr auf einer Fläc
taz: Laschet bleibt beim Hambacher Forst hart / Ministerpräsident will aber schneller aus Braunkohle aussteigen ...
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet zeigt sich im Streit um den Hambacher Forst kompromisslos. Es sei ein Fehler gewesen, die illegal errichteten Häuser im Wald sechs Jahre zu dulden, sagte der CDU-Politiker der taz. "Egal welche Position man zum Braunkohleausstieg hat, ei
Fraunhofer-Studie für Greenpeace: Deutschland kann 2030 frei von Kohle sein Bundesregierung muss Energieversorgung modernisieren, um Klimaziele zu erreichen ...
Ersetzt die Bundesregierung bis zum Jahr 2030 Kohlekraftwerke vollständig durch Solar- und Windkraftanlagen sowie Gaskraftwerke, lässt sich das Klimaziel für das Jahr 2020 erreichen. Bis zum Jahr 2030 würde der CO2-Ausstoß zudem weit genug sinken, damit Deutschland einen fairen Beitrag leis
Greenpeace-Aktivisten protestieren in Staatskanzlei für politische Lösung im Konflikt um den Hambacher Wald Ministerpräsident darf nicht weiter eskalieren - "Herr Laschet: Reden statt roden&qu ...
27. 9. 2018 - Im sich zuspitzenden Konflikt um den Hambacher Forst protestieren 40 Greenpeace-Aktivisten und Kletterer heute in und an der Düsseldorfer Staatskanzlei gegen eine weitere Eskalation. "Reden statt roden" fordern die Umweltschützer auf Bannern von Nordrhein-Westfalens Min




