WAZ: Foodwatch kämpft gegen "Zucker-Milch" in NRW-Schulen
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einem Bericht zur Schulmilch eine "dubiose" und aus ihrer Sicht für
die Kindergesundheit riskante Verflechtung zwischen der
NRW-Landesregierung und der Milchwirtschaft an. Während die meisten
Bundesländer auf eine Abgabe von zuckerhaltigen und damit wohl auch
Übergewicht, Karies und Diabetes fördernden Milchprodukten wie Kakao
verzichteten, verschaffe NRW der Milchwirtschaft weiter den direkten
Zugang zu Schulen, heißt es im Report "Der Kakao-Sumpf", den
Foodwatch am heutigen Mittwoch in Düsseldorf vorstellt.
Foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker sagte dazu der Westdeutschen
Allgemeinen Zeitung (Mittwochsausgaben): "Lobbyisten haben an den
Schulen nichts verloren. Unterricht und Ernährungsbildung müssen
unabhängig von wirtschaftlichen Interessen organisiert werden. Es ist
auf die befremdlichste Weise inakzeptabel, dass die wechselnden
Landesregierungen die Milchwirtschaft über Jahre hinweg in die
Schulen schicken, um bei kleinen Kindern Absatzförderung für ihre
eigenen Produkte zu betreiben und sie dafür auch noch mit
Steuergeldern ausstatten." Er forderte NRW-Umweltministerin Ursula
Heinen-Esser (CDU) auf, einen Erlass aus dem Jahr 1994
zurückzuziehen, durch den Nordrhein-Westfalen die Milchwirtschaft
beauftrage, Werbung für Milch und damit auch gezuckerten Kakao in
Schulen zu machen.
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Datum: 10.10.2018 - 00:00 Uhr
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