Rheinische Post: Kommentar: SPD hat sich erschöpft
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Sozialdemokratie mit der erneuten Schlappe bei einer Landtagswahl
umgehen. Am Programm lag es nicht, heißt es. Man habe die richtigen
Themen. Am Personal lag es auch nicht. Was bleibt dann? Die Wahrheit
ist: Mit ihrem Spitzenpersonal kann sich die SPD nicht neu erfinden.
Olaf Scholz ist ein kluger Stratege, aber für viele Linke der
Inbegriff der verhassten Agenda-Politik. Andrea Nahles steht für
Parteiestablishment, Kungelrunden und Hinterzimmer-Taktik.
Alternativen gibt es dahinter: Schwesig, Giffey, Schneider,
Klingbeil, Barley. Man müsste sie auch mal lassen. Warum präsentiert
sich die SPD nicht als progressive Partei der Mitte, als Botschafter
für Heimat und Vorkämpfer für einen ökologischen Wandel? Als
Schutzmacht nicht nur der "kleinen" Leute im Sinne benachteiligter
Transferbezieher. Sondern als Schutzmacht der Aufstiegswilligen und
gesellschaftlich Engagierten. Als Botschafter für einen gelassenen
Patriotismus. Eine Politik, die nicht sofort an das Wegnehmen von
Privilegien bei "denen da oben" denkt, sondern die an die Stärkung
von denen auf dem Weg nach oben glaubt. Die Grünen scheinen diesen
Weg gehen zu wollen.
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Datum: 16.10.2018 - 20:51 Uhr
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