Westfalenpost: Volkswagen gegen das Volk
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sieht "keine Rechtsgrundlage für kundenseitige Klagen im
Zusammenhang mit der Diesel-Thematik in Deutschland". Die Möglichkeit
einer Musterfeststellungsklage ändere daran nichts. Warten wir es ab.
Mehr als 20.000 Verfahren sind im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal
bereits anhängig, weil die Fahrzeugbesitzer selbst geklagt haben.
Viele Prozesse sind schon abgeschlossen. Manchmal gewinnt VW,
manchmal verliert der Konzern. Auffällig häufig einigt er sich ab der
zweiten Instanz mit den Klägern außergerichtlich. Die
Musterfeststellungsklage rückt das Fehlverhalten des Autobauers in
eine neue Dimension. Wahrscheinlich werden sich ihr mehrere 10.000
Bürger anschließen. Unabhängig von ihrem Ausgang hat sie für das
Unternehmen einen weiteren Imageschaden zur Folge. Motto: Volkswagen
gegen das Volk. Die sogenannte Umweltprämie wird daran nichts ändern.
Das Gefühl, betrogen worden zu sein, werden betroffene Verbraucher
noch lange verspüren. Dass Angela Merkel nun die deutschen Gesetze
ändern will, um Fahrverbote als unverhältnismäßig zu verhindern,
dürfte für das Vertrauen der Bürger in die Politik ebenfalls Folgen
haben - aber keine positiven.
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Datum: 22.10.2018 - 21:06 Uhr
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