neues deutschland: Kommentar zu Maaßens Versetzung in den einstweiligen Ruhestand: Ein Held. Und bald Minister?
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Augen vieler, die wie er die Demokratie auf das für Geheimdienstler
gerade noch akzeptable Maß beschränken und einer harten konservativen
Weltsicht den Weg ebnen wollen.
Merkel muss weg - was auf den Straßen gegrölt wird, ist Treibstoff
der angestrebten konservativen Wende. Polen rechts, Ungarn rechts,
Österreich und ein paar weitere Zwerge auch - alles ganz nett, denken
die Strategen und wissen: Erst wenn das mächtige Deutschland aus -
nach ihrer Ansicht - verweichlichten liberalen Bahnen gedrängt wurde,
ist EU-Europa auf dem rechten rechten Kurs.
Vordergründig hatte Maaßen in seinem »Bild«-Beitrag - wie so oft -
rechtsextremistische Gefahren verharmlost und Schutzsuchende
diffamiert. Doch hochintelligent, wie er ist, nutzte der
Verfassungsschutz-Chef die Rückendeckung durch einen CSU-Greis, um
Schwarz-Rot noch stärker in den AfD-Sturm zu stellen. Wie sehr muss
er Merkels Unsicherheit und die Angst von Nahles genossen haben?! Zu
mehr reichte es noch nicht. Friedrich Merz muss sich gedulden. Ein
wenig. Und dann? Wer weiß, vielleicht kommt Maaßen zurück. Als
Staatssekretär? Nein. Schon gar nicht als Sonderberater.
Innenminister würde ihm gefallen. und ob seiner Gesinnung und der
eingespielten Kontakte würde ihm - anders als Seehofer - der
Schulterschluss nach ganz rechts außen gelingen. Dazu muss weder eine
Weidel noch ein Höcke an der Regierung beteiligt sein.
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Datum: 05.11.2018 - 17:58 Uhr
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