neues deutschland: Zündelei im Nahen Osten - Kommentar zur Gefahr eines neuen Gaza-Krieges
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Vier Jahre und drei Monate nach dem Ende des vergangenen Gaza-Krieges
müssen die Menschen in der Region nun erneut Tage durchmachen wie
2014. Und das nach Monaten, in denen ägyptische Unterhändler
unermüdlich zwischen Israel und der Hamas vermittelt haben.
Vielversprechende Ergebnisse wurden bekannt. Und nun der Rückschlag:
der fehlgeschlagene Einsatz einer Spezialeinheit, die, so behauptet
es die Hamas, einen hochrangigen Offizier der Kassam-Brigaden
gefangen nehmen sollte.
In Kairo ist man extrem frustriert. Jeder kenne die Konsequenzen,
wenn ein solcher Einsatz bekannt werde, heißt es dort. Zunehmend
verfestigt sich der Eindruck, dass eine Lösung des Gaza-Konflikts vor
allem von politischen Ambitionen anderswo behindert wird. Vieles
deutet darauf hin, dass Regierungschef Benjamin Netanjahu oder
Verteidigungsminister Avigdor Liebermann den Einsatz angeordnet
haben, um politisch zu punkten. Einer dieser »Showeffekte« für die
Weltöffentlichkeit, für die Netanjahu legendär geworden ist: nach den
einst aus einem iranischen Archiv beschafften Unterlagen jetzt ein
leibhaftiger Hamas-Tunnelbauer.
In Ramallah betonte derweil Präsident Mahmud Abbas zum
wiederholten Male, dass der Gaza-Konflikt nur enden werde, wenn der
Fatah-Erzfeind, die Hamas, dort die Macht abgebe. Deswegen drängt er
die ägyptische Regierung seit Monaten, die Verhandlungen zu beenden.
Dafür hat nun die Eskalation gesorgt.
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Datum: 13.11.2018 - 18:07 Uhr
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