Abschluss der EKD-Synode/
"Weiter sehen - Evangelische Kirche verändert sich"
ID: 1670505
Augustinerkirche in Würzburg ist am heutigen Mittwoch, 14. November,
die 5. Tagung der 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland
(EKD) zu Ende gegangen. Zuvor hatte das Kirchenparlament einen
Beschluss zum Schwerpunktthema "Glaube junger Menschen" gefasst. In
einem einstimmig verabschiedeten Beschluss unter dem Titel "Weiter
sehen - Evangelische Kirche verändert sich", wurden wichtige Aufgaben
für die künftige Gestaltung der Kirche benannt. Dazu etwa die
stärkere Beteiligung von jungen Menschen an Leitungsaufgaben, die
weitere Öffnung der Kirchenmusik für Popularmusik und die
Weiterentwicklung von freiwilligem Engagement. "Wir sehen, dass viele
junge Erwachsene eigene Erfahrungen und Ideen für die Gestaltung des
Miteinanders in Kirche haben. Dieses Potential soll künftig besser
genutzt werden", sagte die Präses der Synode Irmgard Schwaetzer. "Die
Weitergabe des Evangeliums ist gemeinsame Aufgabe aller Glaubenden."
Dabei biete insbesondere die Digitalisierung Chancen, Kirche neu zu
beleben und außerhalb der Kirchenmauern ins Gespräch zu kommen.
Entschlossen hat sich die Synode hinsichtlich der Aufarbeitung und
Prävention von sexualisierter Gewalt gezeigt. Von dieser Tagung gehe
ein deutliches Signal aus, hinter das es kein Zurück gebe, so
Schwaetzer: "Sexualisierte Gewalt darf in dieser Kirche keinen Raum
haben. Die Evangelische Kirche ist sich ihrer Schuld bewusst, sie
stellt sich ihrer Verantwortung und will eine lückenlose Aufklärung
und bestmögliche Prävention. Ein am Dienstag vorgestellter
11-Punkte-Handlungsplan wurde heute einstimmig von der Synode
verabschiedet.
Die Tagung in Würzburg setzte aber auch politische Signale: So hat
sich die Synode u. a. auch zur Kirchenasylpraxis geäußert. Demnach
hält sie die von der Innenministerkonferenz beschlossene Verlängerung
der Überstellungsfrist für Schutzsuchende im Kirchenasyl, deren
Aufenthaltsort bekannt ist, für rechtswidrig. Schließlich erneuerte
die EKD-Synode auch ihr Votum für einen Ausstieg aus der Kohle. "Die
Synode fordert die politisch Verantwortlichen auf, den mit dem
Kohleausstieg verbundenen Strukturwandel konsequent sozialverträglich
zu gestalten sowie für die betroffenen Regionen Perspektiven zu
eröffnen", heißt es in einer entsprechenden Erklärung. Zudem forderte
die Synode, eine bessere Unterstützung für junge volljährige
Geflüchtete.
Die Beschlüsse der Synode sind im Internet unter
www.ekd.de/beschluessesynode2018 einsehbar.
Würzburg, 14. November 2018
Pressestelle der EKD
Carsten Splitt
Über die Synode der EKD: Die Synode der EKD ist neben Rat und
Kirchenkonferenz eines der drei Leitungsorgane der EKD. Sie tagt vom
11. bis 14. November in Würzburg. Nach der Grundordnung der EKD
besteht die 12. Synode aus 120 Mitgliedern. Zu den Aufgaben der
Synode zählen die Erarbeitung von Kundgebungen und Beschlüssen zu
Fragen der Zeit sowie die Begleitung der Arbeit des Rates der EKD
durch Richtlinien. Die Synode berät und beschließt aber auch den
Haushalt und die Kirchengesetze. Geleitet wird die Synode vom
Präsidium unter dem Vorsitz von Präses Irmgard Schwaetzer. Sie ist
zugleich Mitglied des 15-köpfigen Rates der EKD. Vorsitzender des
Rates der EKD ist Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Die EKD ist
die Gemeinschaft von 20 lutherischen, reformierten und unierten
Landeskirchen. 21,5 Millionen evangelische Christinnen und Christen
in Deutschland gehören zu einer der 13.900 Kirchengemeinden.
Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
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D-30419 Hannover
Telefon: 0511 - 2796 - 269
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Datum: 14.11.2018 - 17:32 Uhr
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