Rheinische Post: Altmaier sieht in CDU-Vorstandswahl keine Vorentscheidung für Kanzlerkandidatur
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Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden nicht für eine Vorentscheidung über
die nächste Kanzlerkandidatur. "Ich hielte es für einen absoluten
Fehler, wenn die Partei sofort sagen würde, der oder die neue
Parteivorsitzende solle automatisch auch Kanzlerkandidat werden",
sagte der CDU-Politiker der Düsseldorfer "Rheinischen Post"
(Donnerstag). Es sei noch überhaupt nicht klar, wer in zwei Jahren
die besten Aussichten habe, 2021 die Wahl für die CDU zu gewinnen. Er
betonte zugleich, in der Partei und weit darüber hinaus gebe es den
"klaren Wunsch", dass Angela Merkel ihre Amtszeit als Kanzlerin nicht
vor 2021 beende. "Wir müssen endlich dazu kommen, eine ganz normale
Agenda abzuarbeiten. Seit eineinhalb Jahren geht es viel zu viel um
reine Parteipolitik und personalpolitische Streitigkeiten." Altmaier
mahnte, die CDU müsse nach den Kampfkandidaturen von Annegret
Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn am Freitag beim
Parteitag in Hamburg "die Einheit der Union konsequent in den
Vordergrund stellen". Ein Grund für den Auftrieb der AfD sei, dass
alle anderen Parteien immer wieder den Eindruck erweckt hätten, es
ginge ihnen in erster Linie um parteipolitische Belange und nicht um
Problemlösungen für das Land in den drängenden außen-, wirtschafts-
und sozialpolitischen Fragen. Für ihn wäre es nicht überzeugend, wenn
die Verlierer bei der Vorstandswahl schnell in die engere
Parteiführung oder ins Kabinett geholt werden würden. "Es wäre ein
unglücklicher Eindruck nach außen, wenn das Bild entstünde, es ginge
wieder nur um persönliche Erfolge und Misserfolge."
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Datum: 06.12.2018 - 00:00 Uhr
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