Westfalenpost: Weihnachtskarten-Streit: Schlecht gemacht
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gut gemeint. Annette Widmann-Mauz wollte keinem wehtun, sondern ganz
im Gegenteil alle umarmen: Christen, Muslime, Juden, Atheisten. Hat
aber nicht funktioniert. Warum nicht? Weil der Wunsch, politisch so
korrekt wie möglich zu sein, hier an eine Grenze stößt. Die Karte
wirkt seltsam. Und wird deshalb zum Aufreger. Dieser Verzicht auf das
Wort Weihnachten ist kein böser "Verrat" an christlichen Traditionen
und Werten, wie einige nun empört schreien. Er ist einfach nur ein
Missverständnis. Die allermeisten Muslime, Juden und andere Gläubige
stört es nicht, wenn sich Menschen Frohe Weihnachten wünschen. Und
sie freuen sich, wenn sich andere für ihre religiösen Feste
interessieren. Das hat was mit Wertschätzung zu tun. Alle Versuche,
solche Feste zu relativieren, scheitern. Sankt Martin wird nie zum
"Lichterfest", die "Jahresendflügelfigur" in der DDR wurde nach dem
Ende dieses Staates flugs wieder zum Weihnachtsengel, und Frohe
Weihnachten passt einfach perfekt in diese Zeit.
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Datum: 19.12.2018 - 21:08 Uhr
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