neues deutschland: Kommentar zu den Problemen der Trump-Administration: Mehr Auflösung
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mehren sich. Normalerweise gilt es in Washington als Ehre, für den
US-Präsidenten zu arbeiten. Doch letzte Woche sagten gleich mehrere
potenzielle Kandidaten für die Nachfolge von Stabchef John Kelly ab.
Der war Trump offenbar mit zu viel interner Kritik lästig geworden.
Das Personalkarussell in der Trump-Administration dreht sich
mittlerweile so schnell, dass ein Job für das Weiße Haus offenbar zum
Karrieremakel geworden ist.
Ein anonymer Mitarbeiter im Weißen Haus schrieb im Sepmber einen
Artikel für die »New York Times«. Er versuchte darin, die
Öffentlichkeit zu beruhigen: man arbeite so gut es gehe gegen Trumps
falsche Politik. Mit dem Rücktritt von Verteidigungsminister James
Mattis aus Protest gegen den Rückzug von US-Truppen aus Syrien und
Afghanistan verlässt der letzte »Erwachsene« den Raum. Er wird durch
einen Trump-Loyalisten ersetzt werden.
Bisher verbanden Trumps parteiinterne Kritiker gelegentliche
öffentliche Kritik mit ansonsten weitgehender Parteidisziplin bei
Abstimmungen - das wird nun immer schwieriger. Beim Tauziehen um den
US-Haushalt stellten sich die Republikaner nur zögerlich hinter die
Trump-Forderung nach Geld für den Bau einer Grenzmauer. Gleichzeitig
zieht sich die Schlinge der Korruptionsermittlungen enger. Das ist
nicht das Ende von Trump - noch nicht. Dieser hat immer wieder
Durchsetzungsvermögen und Instinkt bewiesen. Doch das Chaos wird
größer.
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Datum: 23.12.2018 - 18:08 Uhr
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