KORREKTUR / RTL/n-tv-Trendbarometer / Institutionen-Ranking: Größtes Vertrauen zur Polizei - hoher Vertrauensverlust für Papst, Kirchen, Bundeswehr und Schulen - CDU/CSU bei 32 Prozent
ID: 1684613
Institutionen Wem vertrauen die Deutschen? Am meisten, so belegt es
das RTL/n-tv-Trendbarometer zum Beginn des neuen Jahres, der Polizei
(78%) sowie den Universitäten und Ärzten (je 77%). Daran hat sich
gegenüber den Vorjahren nichts geändert - aber insgesamt haben fast
alle relevanten gesellschaftlichen Institutionen einen teilweise
erheblichen Vertrauensverlust zu beklagen.
Zwar hält sich die Polizei noch knapp auf Platz 1 der
Ranking-Liste, ist aber gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozentpunkte
abgerutscht. Am stärksten zurückgegangen ist das Vertrauen zum Papst
(- 20 Punkte), zur katholischen (- 9) und zur evangelischen Kirche (-
10) sowie zur Bundeswehr (- 13), zu den Schulen (- 10) und - bei den
Erwerbstätigen - zum eigenen Arbeitgeber (- 9).
Lediglich für Unternehmer und Manager gibt es in diesem Januar ein
Vertrauens-Plus (je + 3 Punkte). Bei beiden war allerdings das Image
im Vorjahr stark eingebrochen. Zudem rangieren die Manager nur auf
dem drittletzten Platz (9%), hinter Banken und Versicherungen (je
18%) und gleichauf mit dem Zentralrat der Muslime. Als weniger
vertrauenswürdig als die Manager sehen die Bundesbürger nur den Islam
(7%) und die Werbeagenturen (4%).
forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
"Seit über einem Jahrzehnt fragen wir die Deutschen, wieviel
Vertrauen sie zu den relevanten gesellschaftlichen Institutionen
haben. Eine derart flächendeckende Vertrauens-Erosion wie in diesem
Jahr haben wir in diesem Zeitraum noch nie gemessen. Es wird
deutlich, wie schädlich die mühsame Regierungsbildung und die für die
meisten nicht nachvollziehbaren Streitigkeiten in Union und Koalition
sowie die vielen Defizite in staatlichen und nichtstaatlichen
Einrichtungen für das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit des Staates
und anderer für das Funktionieren der Gesellschaft wichtiger
Institutionen waren."
AfD-Anhänger misstrauen Medien, Schulen und Gewerkschaften Die
Anhänger der AfD haben nicht nur zum politischen System insgesamt
sondern auch zu vielen gesellschaftlichen Institutionen kein
Vertrauen. Laut aktuellem RTL/n-tv-Trendbarometer haben nur 26
Prozent der AfD-Anhänger Vertrauen zum Radio (die übrigen
Bundesbürger: 60%), nur 13 Prozent trauen der Presse (50%), 12
Prozent dem Fernsehen (32%), 33 Prozent den Schulen (58%), 30 Prozent
den Gewerkschaften (49%) und 19 Prozent der Evangelischen Kirche
(42%). Lediglich zu Unternehmern sowie zu Managern und
Arbeitgeberverbänden, zu Ärzten, Werbeagenturen und Bundeswehr ist
das Vertrauen der AfD-Sympathisanten ähnlich hoch oder niedrig wie
bei den Bürgern ohne AfD-Präferenz.
Schwarz-Grün erreicht 51 Prozent
Zu Beginn des neuen Jahres bleibt die politische Stimmung in
Deutschland gegenüber den Vorwochen weitgehend stabil. Im aktuellen
RTL/n-tv-Trendbarometer liegt die CDU/CSU mit 32 Prozent nur knapp
unter dem Ergebnis der Bundestagswahl, während die SPD 5
Prozentpunkte weniger ausweist als im September 2017. Die Grünen
bleiben zweitstärkste* Partei, ein Plus von 10 Prozentpunkten
gegenüber der Bundestagswahl. Wie schon Ende 2018 hätte ein
schwarz-grünes Bündnis derzeit eine regierungsfähige Mehrheit (51%).
Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, ergäbe sich folgende
Stimmenverteilung: CDU/CSU 32 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 15
Prozent (20,5%), FDP 8 Prozent (10,7%), Grüne 19 Prozent (8,9%),
Linke 9 Prozent (9,2%), AfD 12 Prozent (12,6%). 5 Prozent würden sich
für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 24 Prozent aller
Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen
(Nichtwähler 2017: 23,8%).
Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung.
Die Daten zum Institutionen-Ranking wurden vom Markt- und
Meinungsforschungsinstitut forsa zwischen dem 19.12.2018 und dem
2.1.2019 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Daten-basis: 2.515
Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.
Die Daten zur Parteipräferenz wurden vom Markt- und
Meinungsforschungsinstitut forsa vom 2.-4.1.2019 im Auftrag der
Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 1.503 Befragte. Statistische
Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.
*in der vorhergehenden Version stand hier fälschlicherweise "(...)
drittstärkste Partei (...)"
Ansprechpartner bei forsa: Dr. Peter Matuschek, Telefon
030-62882442
Pressekontakt:
Alessia Gerkens
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Kommunikation n-tv
Telefon: 0221-45674103
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Datum: 07.01.2019 - 10:58 Uhr
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